Sporthalle steht nach Ferienende wieder für Unterricht zur Verfügung
Hilfskrankenhaus wird erst mal eingemottet

Coesfeld. Nach nur gut dreieinhalb Monaten ist das in der Pictorius-Sporthalle an der Borkener Straße eingerichtete Hilfskrankenhaus, das bekanntlich nicht in Betrieb gehen musste, Geschichte. „Es wird wieder zurück gebaut“, berichtete Kreis-Pressesprecher Christoph Hüsing auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Einrichtung mit rund 100 Betten war Ende März geschaffen worden, um für den Fall, dass die Kapazitäten in den hiesigen Krankenhäusern (bis zu 200 Spezialbetten) nicht ausreichen, Covid-19-Patienten aufnehmen zu können. Der Kreis Coesfeld geht nach den Erfahrungen der vergangenen Monate davon aus, dass kein Bedarf mehr besteht. Deshalb werden die provisorischen Krankenzimmer abgebaut, die Messebau-Wände, Fußböden und die Betten eingelagert. „Wir haben dafür eine Halle angemietet“, so Hüsing. An welchem Ort, wollte er nicht sagen. Medizinische Geräte seien bereits in den vergangenen Tagen abtransportiert worden, informierte der Kreis-Pressesprecher. Nächste Woche sind zunächst die Betten dran. Am 27. und 28. Juli sollen dann die Wände abgebaut werden. Auch der Toiletten-Container, der draußen hinter der Halle aufgestellt worden war, wird abgeholt. Der Rückbau soll bis Ende des Monats abgeschlossen sein. „Nach den Ferien wollen wir die Sporthalle wieder dem Pictorius-Kolleg zur Nutzung übergeben“, nannte er die Zielmarke.

Mittwoch, 08.07.2020, 21:38 Uhr
Sporthalle steht nach Ferienende wieder für Unterricht zur Verfügung: Hilfskrankenhaus wird erst mal eingemottet
Dr. Volker Günnewig steht auch nach dem Rückbau weiter als Leiter des Hilfskrankenhauses bereit. Falls es doch noch einmal benötigt werden sollte, könnte es binnen 14 Tagen wieder aufgebaut werden. Foto: Archiv Foto: az

Und falls es nach den Ferien doch noch zu einer zweiten Erkrankungswelle kommen sollte? „Dann wären wir gerüstet“, so Hüsing. Innerhalb von 14 Tagen könne das Hilfskrankenhaus wieder aufgebaut werden. Auch das Team von Ehrenamtlichen, das unter Leitung von Dr. Volker Günnewig gebildet wurde, um das Hilfskrankenhaus zu betreiben, bleibt zunächst bestehen.

Insgesamt sind beim Kreis Coesfeld nach wie vor 150 freiwillige Helfer registriert. 35 von ihnen könnten im Falle eines Falles kurzfristig loslegen.

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