Am 18. Juli eröffnet „Cornys Maislabyrinth“ in Harle
Auf Stempeljagd im grünen Irrgarten

Coesfeld. Auch wenn er die Wege schon 30 Mal abgeschritten ist, muss Markus Köchling doch an mancher Abzweigung noch mal überlegen, wo es langgeht. „Eine Karte haben wir uns nämlich nicht gebastelt“, schmunzelt der Naturbursche. Und überblicken lässt sich der grüne Irrgarten in Harle an der B 525 längst nicht mehr. Übermannshoch sind die Stauden nach dem Regen der vergangenen Tage schon gewachsen – und werden noch höher. So steht der Eröffnung von „Cornys Maislabyrinth“ am Samstag (18. 7.) um 10 Uhr nichts mehr im Weg. Dann können Groß und Klein auf die Jagd nach den Stempeln an den sechs Stationen gehen.

Freitag, 10.07.2020, 11:58 Uhr
Am 18. Juli eröffnet „Cornys Maislabyrinth“ in Harle: Auf Stempeljagd im grünen Irrgarten
Mit den Alpakas Papa Pablo und seinem Sohn Pepe können die Besucher von „Cornys Maislabyrinth“ unter Anleitung eine Wanderung machen. Auf den Start des Sommerprojekts freuen sich die Initiatoren Markus Köchling und Jeanette Heindorf. Fotos: Florian Schütte Foto: az

Die Bauzäune für das 250 m2 große Streichelgehege hat die Billerbecker Landjugend bereits angeliefert und einige der tierischen Stars für das Rahmenprogramm sind auch schon eingetroffen. Pablo und Pepe, die beiden schwarzen Alpakas, blicken mit sanftem Blöken munter in die Runde. „Afrikanische Zwergziegen, Greyface-Dartmoor-Schafe und Waliser Schwarznasen bekommen wir auch noch – die sehen aus wie Shaun das Schaf“, zeigt sich Jeanette Heindorf von A und A Parkdesign begeistert. Zusammen mit Markus Köchling zeichnet sie für das Projekt verantwortlich, das vom Leader-Programm gefördert wird. Im nördlichen Kreis Coesfeld ist es das einzige Maislabyrinth. Die nächsten gibt es erst in Lüdinghausen, Vreden oder Münster.

„Zwei Hüpfburgen bekommen wir auch noch, die kommen dorthin“, fügt Köchling hinzu und zeigt auf eine Fläche rechts vor dem Eingang zum Maislabyrinth. Außerdem im Programm sind eine Alpakawanderung, ein Insektenlehrpfad, eine Kletterburg aus Stroh für die Kinder und eine Führung beim Hof Deitert, wie der Tierpflegemeister weiter ausführt. Michael Deitert, der das 1,6 Hektar große Maisfeld für die Sommeraktion unterverpachtet, hat den Mais im April ausgesät. „Wärme und Wasser braucht er und das kriegt er gerade“, sagt Deitert mit Blick auf die Stauden. „Fünf Meter könnte der Mais schon schaffen“, schätzt der Landwirt. „Jetzt darf nur kein Sturm kommen, sonst haben wir ein Problem“, sagt Heindorf.

Beim Kontrollgang zeigt sich: Schon jetzt kann man sich problemlos in dem grünen Irrgarten verlaufen. „Festes Schuhwerk sollte man mitnehmen“, rät Markus Köchling. „Es ist halt ein Acker.“ Noch dazu geht es leicht bergauf. „An einigen Stellen müssen wir noch mit der Heckenschere ran, damit sich die Leute nicht schneiden“, stellt Köchling fest. 150 Besucher dürfen maximal gleichzeitig ins Labyrinth.

„Ende Mai haben wir drei ganze Tage zum Herausfräsen der Wege gebraucht“, berichtet Köchling, der gerade nach einer falschen Abzweigung wieder kehrtmacht. „Als wir die Kreise reingefräst haben, sagte ich noch: Es ist doch toll, wenn die Leute plötzlich nach einer Runde wieder am Ausgangspunkt stehen“, erinnert sich Jeanette Heindorf. „Und jetzt stehen wir selbst hier“, lacht sie. Das Maislabyrinth erfüllt also seinen Zweck. „Eine Stunde kann man sich hier bestimmt aufhalten“, glaubt Köchling. Unten am Berg lässt sich der Mais so gerade noch überblicken. Der Ausgang ist in Sicht. Es geht also auch ohne Karte. Denn mit wäre ja witzlos.

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