Coronavirus hat Projekt der Stadt etwas ausgebremst
Ehrenamtskarten warten auf Einsatz

Coesfeld. Die Packung, in der sich der erste Schwung der goldenen NRW-Ehrenamtskarten-Rohlinge befindet, sieht noch fast unberührt aus. Erst 31 Karten hat die Stadt ausgeben können – und das, obwohl die Karte seit Ende Januar zu haben ist. „Das ist wirklich in eine unglückliche Zeit gefallen“, sagt Manfred Deitmer, der das Projekt seitens der Stadt koordiniert. „Wir haben alle Vereine und ehrenamtlichen Institutionen angeschrieben und um Werbung für die Ehrenamtskarte gebeten. Viele Vereinsvertreter wollten ihre jeweiligen Jahreshauptversammlungen nutzen, um die Einführung und Vorteile der Karte bei ihren Mitgliedern publik zu machen.“ Nur fanden die meisten wegen der Corona-Einschränkungen im Frühjahr nicht statt. Und nun scheint die Karte ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein. Dabei wartet sie nur darauf in Anspruch genommen zu werden.

Montag, 13.07.2020, 06:03 Uhr
Coronavirus hat Projekt der Stadt etwas ausgebremst: Ehrenamtskarten warten auf Einsatz
Manfred Deitmer ist seitens der Stadt für die Vergabe der goldenen Ehrenamtskarte NRW zuständig. Anfang Januar gestartet, ist das Projekt wegen der Coronakrise etwas ins Hintertreffen geraten. Dabei warten auf den Besitzer zahlreiche Vorteile – wenn man die Bedingungen erfüllt. Foto: Jessica Demmer

Die Ehrenamtskarte NRW gibt es bereits seit zehn Jahren und ist ein Ausdruck der Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit und landesweit einsetzbar. 4500 Vergünstigungen gibt es mit der Karte in NRW, zum Beispiel reduzierte Eintrittspreise in Museen. „Auch in Coesfeld haben sich bereits neun Partner gefunden, die hier vor Ort Vergünstigungen anbieten. Aber auch in unmittelbarer Nähe, in Münster oder Oberhausen, kann man davon profitieren“, berichtet Manfred Deitmer. „Wer sich seit mindestens zwei Jahren ehrenamtlich engagiert und dabei mindestens fünf Stunden in der Woche oder 250 Stunden im Jahr leistet, der hat Anspruch auf diese Karte. Dabei kann sich die Arbeit auf ein Ehrenamt oder mehrere Ämter beziehen.“ Dazu muss der Ehrenamtliche einen Antrag ausfüllen und diesen vom Verein oder Verband unterschreiben lassen. Wichtig sei zudem, dass das Ehrenamt Coesfeldern zugute komme.

„In Zeiten von Corona gehen die Anträge meistens postalisch bzw. digital bei uns ein und werden taggleich und unbürokratisch bearbeitet.“ 31 Ehrenamtler profitieren bereits von der Karte. „Die meisten kommen aus dem Bereich Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz oder aber auch aus dem Bereich Sport“, berichtet Manfred Deitmer. 14 Frauen und 17 Männer seien dabei, das Alter sei dabei ganz unterschiedlich. Die jüngsten sind unter 20, die ältesten über 65 Jahre.

Der Projektverantwortliche würde sich freuen, wenn sich der eine oder andere wieder an das Angebot erinnert und die Ehrenamtskarte, die ein Projekt der Staatskanzlei NRW ist, beantragt – sofern alle Bedingungen erfüllt sind. „Ich komme gerne auch noch einmal zu Treffen, sofern sie in diesen Zeiten wieder stattfinden, und informiere.“ Auch würde er sich wünschen, seitens der Händler noch weitere Unterstützer zu gewinnen, die Rabatte anbieten. „Das ist jetzt sicherlich alles etwas untergegangen und muss sich nun nach und nach entwickeln“, zeigt er sich optimistisch.

Coesfeld bietet als dritte Kommune im Kreis und als 268. in NRW die Ehrenamtskarte an. Diese wird zunächst für drei Jahre ausgestellt, anschließend kann ein Antrag auf Verlängerung gestellt werden. Weitere Infos zum Ablauf, zu den Vergünstigungen und zur Karte selbst sowie die Antragsformulare gibt es online unter

| www.coesfeld.de und unter | www.engagiert-in-nrw.de/ehrensachenrw

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7491167?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F7095333%2F947601%2F
Nachrichten-Ticker