Bundesweite Initiative „Händler helfen Händlern“
Online-Plattform für Coesfeld in Angriff nehmen

Coesfeld (fs). Das Ziel ist klar definiert: eine kostenlose Plattform, über die sich stationäre Händler vernetzen und ein gemeinsames eCommerce-Angebot auf die Beine stellen. Der Coesfelder Marcus Diekmann hat während der Corona-Krise unter anderem mit Jan und Anna Weischer die Gruppe „Händler helfen Händlern“ gegründet (wir berichteten), in der sich heute 2700 Mitglieder – große wie kleine Händler – engagieren. Die kleine Gemeinde Schöppingen im Kreis Borken ist bereits mit einer Plattform gestartet. In Coesfeld soll eine solche Lösung im Laufe des Jahres der Stadt, dem Stadtmarketing und vor allem dem Handel vorgestellt werden.

Mittwoch, 15.07.2020, 17:30 Uhr
Bundesweite Initiative „Händler helfen Händlern“: Online-Plattform für Coesfeld in Angriff nehmen
Bei lokalen Händlern online einkaufen – eine solche Plattform soll im Laufe des Jahres auch dem stationären Handel in Coesfeld vorgestellt werden. Foto: Andrea Piacquadio/Pexels

„Wir teilen Know-how und entwickeln auch gemeinsame Lösungen – alles pro bono – vom Händler für Händler“, erklärt Marcus Diekmann. Eine Initiative, die er und sein Team gemeinsam mit Shopware ins Leben gerufen haben, ist downtowns.io – eine kostenlose Opensource-Shop-Lösung für den kleinen und mittleren Handel. „Somit kann der stationäre Handel als lokale Händlerplattform an den Endverbraucher verkaufen“, erläutert der CEO bei Rose Bikes in Bocholt.

Das Logistikunternehmen Fiege (Münster) unterstützt die Initiative und entwickelt diese gemeinsam mit dem Unternehmen „Das ist Web“ weiter. „Mit Downtown als Basis schaffen wir eine Händlerplattform mit vielen Services, wie der Anbindung der Logistik, des Payment und einer gebündelten Shopabwicklung“, sagt Felix Koch von Fiege. „Als konsumorientiertes Stadtportal soll vor allem der Fokus auf die Darstellung des einzigartigen und unverwechselbaren Angebots der Händlerschaft gelegt werden.“

„Eliza Diekmann hat die Initiative mit mir gemeinsam von Anfang an unterstützt und sich auch mit ihrem Know-how eingebracht“, sagt Marcus Diekmann. Eliza Diekmann habe den Test-Livegang in Schöppingen abgewartet und werde nun über die Lösung im Laufe des Jahres in den Dialog mit dem Handel gehen.

„Es geht nicht darum, Wettbewerber von Amazon zu werden, sondern unseren Handel zu stärken, damit dieser zukünftig auf allen Kanälen verkaufen und für seine Kunden auch ein attraktives Online-Service-Konzept anbieten kann“, sagt Eliza Diekmann. Und Marcus Diekmann ergänzt: Corona hat uns gezeigt, dass der stationäre Handel sich schneller digitalisieren muss.“ Er schlägt vor, sich an der Gastronomie ein Beispiel zu nehmen: „Früher konntest du nur vor Ort essen, heute kannst du wählen, ob du im Restaurant essen oder es dir schnell als Service nach Hause liefern möchtest – das ist auch die richtige Antwort für den stationären Handel“, ist Marcus Diekmann überzeugt.

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