Vier Schulen haben nach den Ferien die komplette Grundausstattung für den digitalen Unterricht
Displays ziehen in Klassenzimmer ein

Coesfeld. Auf dem 75 Zoll großen Bildschirm erscheint die bekannte Nutzeroberfläche des iPad und mittendrin der Schriftzug „Laurentiusschule Coesfeld“. Verbunden ist das Display, das soeben im Klassenraum montiert wurde, mit einem Bedien-iPad, das die IT-Experten Jan Grüner und Linus Stehr einrichten und auf dem mit Beginn des neuen Schuljahres Lehrer Bilder, Videos, Arbeitsblätter und vieles mehr auf den Bildschirm schicken können.

Donnerstag, 16.07.2020, 06:44 Uhr
Vier Schulen haben nach den Ferien die komplette Grundausstattung für den digitalen Unterricht: Displays ziehen in Klassenzimmer ein
Die IT-Grundausstattung der Schulen läuft auf Hochtouren. Hier richten Jan Grüner (l.) und Linus Stehr (r.) vom Team Schul-IT an der Laurentiusschule Bedien-iPad und Bildschirm in einem Klassenzimmer ein. Foto: Ulrike Deusch

In den Ferien wird an Laurentiusschule, Martin-Luther-Schule, Maria-Frieden-Schule und Mira-Lobe-Schule (Krankenhausschule) die bestehende IT-Grundausstattung vervollständigt – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung der städtischen Schulen, die auf Hochtouren läuft. Das ist vor allem dem Digitalpakt der Bundesregierung zu verdanken, der der Stadt gut 1,4 Millionen Euro Fördermittel beschert, 90 Prozent der Summe, die aufgewendet werden soll, um die Schulen in Coesfeld für das Lernen mit modernen Medien fit zu machen.

Dafür sind neben Fachbereichsleiterin Dorothee Heitz bei der Stadt vor allem Christian Fleige und das Team Schul-IT mit Jan Grüner und Linus Stehr verantwortlich. „Im Vergleich zu anderen Kommunen haben wir die Fördermittel sehr früh beantragt und sind bei unseren Maßnahmen schon weit fortgeschritten“, schätzt Heitz die Situation ein. Digital unterwegs sind die städtischen Schulen seit geraumer Zeit, aber längst nicht alle auf gleichem und vergleichbarem Niveau. Das ändert sich gerade.

Nachdem die Schulen zunächst mit sogenannten Erprobungspaketen – pro Jahrgang ein Display, ein Klassensatz iPads, diverses Zubehör – in eine digitale Startphase gegangen sind, werden sie nun nach und nach auf einen stadtweit vergleichbaren Top-Standard gebracht. Welche Maßnahmen wann und wie erfolgen, ist abhängig davon, wie die Schulen zuvor bereits ausgerüstet waren.

1,38 Millionen Euro stehen zur Verfügung, um den Schulen eine IT-Grundausstattung zu verpassen: digitale Vernetzung im Gebäude und auf dem Schulgelände, flächendeckendes W-LAN und interaktive Tafeln und Displays in Klassen- und Fachräumen. Die vier genannten Grund- und Förderschulen, die in den Ferien fertig werden, hatten bereits einen guten Standard und eine Elektroniknachrüstung war nicht nötig, so dass der Ausbau schnell erfolgen konnte. „Die Schulen mit anstehenden Baumaßnahmen ziehen dann unmittelbar nach“, erklärt Dorothee Heitz und nennt die Gymnasien Nepomucenum und Heriburg. Sie erhalten nämlich eine Interimslösung, weil mit den bevorstehenden Schulumbauten eine neue IT-Versorgung einhergeht. In allen anderen Schulen – Lamberti-, Ludgeri-, Kardinal-von-Galen- sowie in den Realschulen – sind zunächst noch Elektronikarbeiten nötig. Das W-LAN ist aber größtenteils schon installiert. Heitz: „Wir gehen davon aus, dass die Grundausstattung in allen Schulen in der ersten Jahreshälfte 2021 abgeschlossen ist.“

Parallel zur IT-Grundausstattung werden Lehrerarbeitsplätze und digitale Geräte für den technisch-naturwissenschaftlichen Unterricht wie Mikroskope und kleine Roboter angeschafft. Auch dafür werden noch Digitalpakt-Fördermittel beantragt. Und für die iPads, die die Schüler erhalten. Rund 600 werden nach den Ferien schon im Einsatz sein, informiert Heitz.

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