Hinter verschlossenen Türen Kandidaten gewählt
Familienpartei tritt wieder an

Coesfeld (ds). Nach dem Übertritt ihres bisherigen Ratsmitglieds Peter Sokol zur Wählerinitiative „Aktiv für Coesfeld“ will die Familienpartei in der nächsten Wahlperiode einen Neuanfang machen. Wie Bundesvorsitzender und Europaabgeordneter Helmut Geuking mitteilte, hat sie am vergangenen Sonntag – eine Woche vor Ablauf der Abgabefrist – ihre Kandidaten für die Kommunalwahl aufgestellt. Die Öffentlichkeit war dabei nicht zugelassen. „Die Unterlagen wurden bereits bei der Stadt eingereicht“, so Geuking zur AZ. Alle Wahlbezirke wurden besetzt. Die Reserveliste wird angeführt vom Ortsvorsitzenden Marcel Stratmann, einem der Mitbegründer der Corona-Hilfe in Coesfeld. Mit Nicole Laffer, René Klaas und Milane Atalan folgen weitere ganz junge Bewerber.

Sonntag, 26.07.2020, 15:56 Uhr
Hinter verschlossenen Türen Kandidaten gewählt: Familienpartei tritt wieder an
Spitzenkandidat der Familienpartei für die Ratswahl: Marcel Stratmann. Foto: az

Geuking erklärte, dass die Fraktionsgemeinschaft mit „Aktiv für Coesfeld“ „aus heutiger Sicht ein Fehler“ gewesen sei: „Es dominierten alte ausgebuffte Politiker mit einer vergangenen Politik von gestern, die im 21. Jahrhundert nicht wirklich jemand benötigt.“ Diese Gemeinschaft hätte man vorzeitig beenden müssen, räumte er selbstkritisch ein. Die Familienpartei will diesmal mindestens zwei Mandate erreichen, um eine eigene Fraktion bilden zu können. Ziel sei es, mit den jungen Bewerbern den Rat der Stadt Coesfeld erheblich zu verjüngen.

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