Ausbau des Geschosses für 400 000 Euro schafft neue Räume für die OGS
Mehr Platz unterm Dach für Lambertischüler

coesfeld. Während die Lambertischüler gerade Ferien machen, wird über ihren Klassenräumen eifrig gearbeitet. Im Dachgeschoss entstehen insgesamt fünf neue Räume, die vor allem für die Offene Ganztagsschule (OGS) genutzt werden sollen. Zwei von ihnen und ein Stuhl-Lagerraum werden zum Anfang des neuen Schuljahres auch fertig sein, versichert Uwe Dickmanns, Leiter des städtischen Fachbereichs Bauen und Umwelt, beim Ortstermin.

Montag, 27.07.2020, 13:16 Uhr
Ausbau des Geschosses für 400 000 Euro schafft neue Räume für die OGS: Mehr Platz unterm Dach für Lambertischüler
Schauen in einem der neuen Räume unterm Dach der Lambertischule auf den Plan: (v.l.) Uwe Dickmanns (Leiter des städtischen Fachbereichs Bauen und Umwelt), Elke Löderbusch (Stadt), Lars Thier (Architekt). Foto: Ulrike Deusch

400 000 Euro nimmt die Stadt in die Hand, um die beengte Situation an der Schule deutlich zu entlasten. In dieser Summe sind aber auch Kosten enthalten für neuen Sonnenschutz an den Fenstern zur Schulhofseite, wo außen textile Vorhänge angebracht werden, die dafür sorgen, dass Kinder und Lehrer zumindest nicht wegen der Temperaturen beim Unterricht ins Schwitzen geraten.

An der Lambertischule, die im neuen Schuljahr drei Eingangsklassen bildet, hat nicht nur die Zahl der Schüler zugenommen, sondern immer mehr Eltern melden ihre Sprösslinge für die Übermittag-Betreuung und den Offenen Ganztag an. Ein Anbau sei schwierig, zumal bei dem Gebäude von 1950 der Denkmalschutz beachtet werden muss, erklärt Dickmanns. „Zum Glück ist damals aber ein Dach mit vernünftigen Dachräumen entstanden, die wir nun nutzen können“, ist er froh. Zusätzlich entstehen gut 200 Quadratmeter Fläche.

Konkret gibt es einen langen „Schlauch“ mit fünf hintereinander liegenden Räumen, von denen der erste und der letzte in der Vergangenheit schon genutzt worden sind – der letzte als Musikraum, der erste als Computerraum. Dazwischen entstehen nun drei neue Räume, von denen der kleinste zum Stuhllager wird.

Der Coesfelder Architekt Lars Thier hat Pläne erarbeitet, die lichtdurchflutete Räume mit hellen Wänden, robusten Kautschukböden und weißen Akustikdecken entstehen lassen. In die Nischen unterhalb der beidseitigen Dachfenster werden Schränke eingebaut. Ein wichtiges Thema ist der Brandschutz, erläutert Thier. So werden wechselseitige Fluchtwegsituationen geschaffen, damit im Notfall immer eine der zwei Türen zum Treppenhaus entweder am Anfang oder am Ende des Zimmertraktes einen Ausweg bietet.

Seitlich dieses „Schlauchs“ werden zwei weitere Räume ausgebaut – das wird allerdings nicht bis zum Ferienende klappen. Dickmanns: „Ich denke, dass wir diesen Teil des Dachgeschosses im Herbst in Betrieb nehmen können.“

Die Fenster bieten einen herrlichen Blick über die Dächer und Türme der Innenstadt, vorhandene Eichenbalken bleiben sichtbar und in einen Raum wird sogar noch eine kleine Küche eingebaut – allerdings nicht etwa für die Nutzung zum Mittagessen. Die Ausgabeküche bleibt im Pavillon, wo auch die Mensa angesiedelt ist.

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