Tiny-House-Stammtisch verfolgt weiter Traum von eigener Siedlung
Passendes Grundstück fehlt

Coesfeld. Auch wenn das Coronavirus sie etwas ausgebremst hat, ihren Traum von einer eigenen Siedlung verfolgen die Mitglieder des 2019 gegründeten Tiny-House-Stammtisches weiter. „Der Wunsch ist nicht eingeschlafen, wir waren zuletzt nur im stillen Kämmerlein aktiv“, sagt Nicole Rüther. Zusammen mit Reinhold Zumbült, Andreas Laumann und Thomas Lammering bildet sie einen kleinen Arbeitskreis innerhalb des Stammtisches, der Gespräche mit Stadt und anderen Partnern für eine mögliche Realisierung führt. „Diese Gespräche und ein Treffen in großer Runde mit den anderen Mitgliedern waren zuletzt ja nicht möglich.“

Samstag, 01.08.2020, 16:56 Uhr
Tiny-House-Stammtisch verfolgt weiter Traum von eigener Siedlung: Passendes Grundstück fehlt
Kümmern sich als Arbeitskreis innerhalb des Tiny-House-Stammtisches um Gespräche mit Stadt und weiteren Projektpartnern: (v.l.) Andreas Laumann, Thomas Lammering, Nicole Rüther und Reinhold Zumbült. Foto: Jessica Demmer

Aber nun soll wieder Schwung in die Sache kommen, die rund 20-köpfige Gruppe träumt nach wie vor von einem minimalistischen, günstigeren, freieren und nachhaltigen Wohnen. Das größte Problem: Das passende Grundstück fehlt, wie Reinhold Zumbült berichtet. „Wir haben schon seit Längerem eines in Goxel im Blick“. Einen entscheidenden Schritt seien sie aber noch nicht weitergekommen. „Wir sind auf der Suche nach rund 5000 bis 7000 Quadratmetern, ob als Pacht- oder Kaufgrundstück. Sofern nicht zentral gelegen, wäre eine gute Anbindung an die Stadt wichtig. Öffentliche Verkehrsmittel und eine Lebensmittelversorgung sollten gut zu erreichen sein“, sagt er und hofft, dass sich mögliche Grundstückseigentümer bei ihnen melden. Zeichnungen einer vorstellbaren Siedlung hat Architekt Thomas Lammering schon angefertigt. „Man kann solche Häuser, die per Definition eigentlich auf 50 qm beschränkt sind, auch barrierefrei bauen oder mit einer Photovoltaikanlage ausstatten“, nennt er Beispiele.

Die Gespräche mit der Stadt seien grundsätzlich positiv, so Reinhold Zumbült. „Die Stadt würde die Ver- und Entsorgung bis zum Grundstück sicherstellen, die Erschließung läge dann bei uns – in Absprache mit der Stadt. Es muss zu einem Wohnungs- und Siedlungsgebiet erklärt werden, der Erstwohnsitz muss dort angemeldet werden können und natürlich gilt es, das Baurecht zu beachten.“ Der Stammtisch würde sich jedoch eine noch aktivere Unterstützung der Stadt bei der Grundstückssuche wünschen. Diese hat beim möglichen Grundstück in Goxel bereits ein positives Signal gegeben, so Stadtplaner Ludger Schmitz: „Planungsrechtlich würde das theoretisch funktionieren.“

Das nächste Treffen in großer Runde ist Mittwoch (26. 8.) um 19 Uhr im Kolpinghaus. Auch Neuinteressierte und Grundstückseigentümer sind willkommen. Weitere Infos unter tiny-houses-coesfeld@web.de.

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