Kitas stellen sich auf neuen Regelbetrieb mit Corona-Schutz ab 17. August ein
Wieder gemeinsam spielen

Coesfeld. Mit Zuversicht und Vorfreude sehen die Kindertageseinrichtungen dem Start des Regelbetriebs am 17. August entgegen. Gabriele Hürländer, Verbundleiterin der fünf Kitas der katholischen Kirchengemeinde Anna Katharina, bringt es auf den Punkt: „Eltern und Kinder sind froh, dass es endlich wieder los geht.“

Mittwoch, 12.08.2020, 06:03 Uhr
Kitas stellen sich auf neuen Regelbetrieb mit Corona-Schutz ab 17. August ein: Wieder gemeinsam spielen
Noch flattern die gelben Absperrbänder im Wind, die das Außengelände des Anna-Katharina-Emmerick-Kindergartens in vier Spielbereiche für die vier Gruppen unterteilen. Ab dem 17. August können die Kinder dort wieder gruppenübergreifend spielen. Foto: Manuela Reher

Das treffe auch auf das Personal zu, das nun bald wieder pädagogische Konzepte umsetzen könne. Alle Kinder könnten dann – unter ständiger Berücksichtigung des Infektionsgeschehens, der Bedürfnisse der Kinder, der Interessen der Beschäftigten und der Belange der Familien – ihre Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege wieder im vertraglich vereinbarten Umfang besuchen.

Bereits in der Vergangenheit, in der die Kitas eine Notbetreuung gewährleistet hätten, seien Hygienkonzepte erarbeitet worden. „Alles hat sich gut eingespielt“, sagt Gabriele Hürländer. So könne man guten Gewissens den Regelbetrieb starten. Die Maßnahmen zum Schutz vor Corona hätten Kinder, Eltern und Erzieherinnen inzwischen verinnerlicht. „Das gehört zum neuen Kindergarten-Alltag wie selbstverständlich dazu“, sagt die Verbundleiterin.

Angelika Michl, Leiterin des Kindergartens St. Johannes in Lette, freut sich besonders für die Kinder. „Sie dürfen wieder gruppenübergreifend spielen“, sagt sie. Außerdem könne das Betreuungsangebot nun ab dem 17. August wieder in vollem Umfang zur Verfügung gestellt werden. Nach den Betriebsferien sei man noch mit reduzierter Stundenzahl gestartet.

Wenn die Eltern 45 Stunden gebucht hatten, mussten sie ihr Kind bereits mittags wieder abholen. Ab dem 17. August ist der Kindergartenalltag inklusive Mittagsverpflegung wieder wie gewohnt erst um 16.30 Uhr zu Ende.

Die Eltern der Fünf-Gruppen-Einrichtung müssen aber weiterhin – wie bereits gewohnt – draußen bleiben und ihre Kinder vor den Gruppentüren, die nach außen führen, verabschieden. Ausnahme sind Eltern, die ihre Kinder in der Eingewöhnungsphase in die Räume begleiten dürfen. „Natürlich mit Maskenpflicht“, betont Angelika Michl. Alles sei mit den Eltern gut abgesprochen. „Wir wollen den Kindern einen guten Start ermöglichen“, betont die Leiterin. Für das Personal bedeute die Umsetzung des Hygienekonzeptes einen hohen Zeitaufwand. Spielsachen, Türklinken und vieles mehr müssten regelmäßig gereinigt werden. Sogenannte Alltagshelfer sollen das Team demnächst dabei unterstützen. Das Ministerium habe finanzielle Hilfe für diese Hilfskräfte zugesagt.

Claudia van Stegen, Leiterin des Kindergartens Haus Hall in der Grimpingstraße, ist ebenfalls froh, dass in die Einrichtung wieder der halbwegs gewohnte Alltag einkehrt. „Vor allem für die Kinder war die Schließungszeit recht lang. Die Kinder untereinander haben sich sehr vermisst“, sagt sie. Die Einrichtung setzt auf das Ampel-System und Piktogramme. Aufkleber mit roten Füßen auf dem Fußboden führen zum Waschraum, Sticker mit grünen Füßen führen in die Gruppenräume.

Ein wenig Sorge bereiten Claudia van Stegen die Familien, die aus dem Urlaub zurückgekehrt sind. Da es darunter einige mit Migrationshintergrund gebe, die ihren Heimatländer (unter anderen Serbien, das als Land mit erhöhtem Infektionsrisiko eingestuft ist) besucht hätten, werde sie mit den Eltern vorab ein Kurzscreening machen und fragen, wo die Familien in Urlaub gewesen sind. Auch werde sie nach Krankheitssymptomen fragen. Alles werde dokumentiert.

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