Briefwahl sehr gefragt
Fast 9000 Bürger haben schon per Post abgestimmt

Coesfeld. Die Zahlen sprechen für sich. 8950 Coesfelder und Letteraner haben bisher bei dem Wahlamt der Stadt Coesfeld die Briefwahl beantragt und bereits die Wahlscheine ausgehändigt bekommen. Bei der vergangenen Kommunalwahl im Jahr 2014 (nur Rat und Kreistag) waren es rund 4700 Briefwähler insgesamt, bei der Bürgermeisterwahl 2015 waren es knapp 4400 Bürger, die per Brief ihre Stimme abgegeben haben.

Samstag, 05.09.2020, 06:00 Uhr
Briefwahl sehr gefragt: Fast 9000 Bürger haben schon per Post abgestimmt
Die Stimmabgabe per Brief ist bei den anstehenden Wahlen sehr gefragt. Foto: Archiv

„Die Zahlen lassen sich allerdings schlecht miteinander vergleichen“, betont Andrea Zirkel, Pressesprecherin der Stadt. Denn zum einen fallen am Sonntag (13. 9.) mehrere Wahlen auf einen Tag, wodurch die Beteiligung ohnehin etwas höher ausfallen könne. Ob und inwieweit der Anstieg der Briefwähler auch mit der Corona-Pandemie zusammenhängt, könne die Stadt nicht beurteilen. „Eventuell spielen auch verbesserte technische Möglichkeiten eine Rolle“, vermutet Zirkel. So könnten die Wähler beispielsweise per Smartphone einen QR-Code einscannen, der auf der Wahlbenachrichtigungskarte abgedruckt ist. „So können die Unterlagen zur Briefwahl bequem angefordert werden“, so Zirkel.
Dennoch zeichnet sich ab, dass immer mehr Wähler die Möglichkeit zur Briefwahl nutzen würden, beobachtete die Stadtsprecherin. So habe es bereits vor drei Jahren bei der Bundestagswahl über 8300 Briefwähler gegeben. „Immer mehr Menschen nutzen die Gelegenheit, sich die Unterlagen nach Hause schicken zu lassen“, erläutert Andrea Zirkel weiter. Diese könnten entweder online, über den QR-Code oder per Mail beantragt werden und kämen dann wenig später per Post ins Haus.
Wer die Briefwahl nutzen möchte, kann die Unterlagen online noch bis zum Freitag vor der Wahl (11. 9.) bis 8 Uhr beantragen. Die Unterlagen würden dann noch pünktlich zugesandt. Das Briefwahlbüro hat an dem Freitag bis 18 Uhr geöffnet, „dort können die entsprechenden Unterlagen auch persönlich beantragt und in Empfang genommen werden“, erklärt Andrea Zirkel weiter.
Wer seine Stimme am Wahlsonntag (13. 9.) persönlich abgeben möchte, hat in seinem ausgewiesenen Wahllokal von 8 bis 18 Uhr die Möglichkeit dazu. Mitzubringen sind die persönliche Wahlbenachrichtigungskarte und der Personalausweis. Jeder Wähler hat für die Bürgermeister- und die Stadtratswahl sowie die Landrats- und die Kreistagswahl jeweils eine Stimme.

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