Museumspädagogin Sabrina Sommerfeld entwickelt im Tor Konzepte – nicht nur für Kinder
Mit Coelette durch die Stadtgeschichte

Coesfeld. Wer könnte diesen großen Kulleraugen widerstehen? Coelette heißt die Kuh, deren Name aus den Ortsbezeichnungen Coesfeld und Lette zusammengesetzt ist, und die in Zukunft die jungen Besucher zu einer Tour durchs Stadtmuseum einlädt. Coelette wird Patin und Logo für die Kinderspur, die Sabrina Sommerfeld für das Tor entwickelt. Sommerfeld ist als Museumspädagogin neu ins Team gekommen, um nach und nach nicht nur für Kinder, sondern auch für Jugendliche und Erwachsene museumspädagogische Angebote zu entwickeln, die Lust machen, der Stadtgeschichte auf die Spur zu kommen.

Donnerstag, 17.09.2020, 06:03 Uhr
Museumspädagogin Sabrina Sommerfeld entwickelt im Tor Konzepte – nicht nur für Kinder: Mit Coelette durch die Stadtgeschichte
Sabrina Sommerfeld zeigt die neue Identifikationsfigur Coelette, die Grafikerin Franziska Feldmann (Berlin) entwickelt hat. Die Verwandtschaft mit dem Ochsen aus Coesfelds Stadtwappen ist offensichtlich. Coelette begleitet die Kinder durchs Museum und durch die neuen Angebote, die Sabrina Sommerfeld entwickelt. Foto: Ulrike Deusch

Sabrina Sommerfeld (geb. 1987) hat in Tübingen Germanistik und Geschichte studiert und ihren Master im Studiengang Interdisziplinäre Mittelalterstudien gemacht. Derzeit promoviert sie in mittelalterlicher Geschichte an der Uni Münster. Beim Landkreis Osnabrück hat sie im „Museum im Kloster“ in Bersenbrück ein Volontariat absolviert. Auch Erfahrungen als Museums- und Stadtführerin hat sie gesammelt.

„Frau Sommerfeld ist sehr stark in die Konzeption der neuen Ausstellung im letzten Museumsabschnitt eingebunden und trägt bei allen Fragen die museumspädagogische Sicht bei“, freut sich Leiterin Dr. Kristina Sievers-Fleer über die Kooperation mit der neuen Kollegin. Sie nimmt – inhaltlich und wortwörtlich im Raum – die Perspektive der kleinen Besucher ein.

Die Kinderspur soll sich durch die neuen Räume im Walkenbrückentor ziehen, die in Kürze als letzter Bauabschnitt fertig werden und auch das Mittelalter in Coesfeld zum Thema machen. „Das ist eine Zeit, die man sehr gut kindgerecht aufarbeiten kann“, weiß Sabrina Sommerfeld. Wenn die kleinen Gäste ins Museum kommen, will sie neben einem theoretischen Teil vor allem auch einen praktischen anbieten, aus dem die Kinder etwas Konkretes mit nach Hause nehmen können. Zum Beispiel? „Zum Thema Stadtbefestigung könnten die Kinder das Modell anschauen und dann mit einfachen Materialien eigene Stadtbefestigungen bauen und präsentieren.“ Ein Heft mit kleinen Aufgaben – gestellt von Coelette – könnte sie herausfordern...

Für Kinder im Grundschulalter hat Sabrina Sommerfeld bereits ein Konzept in der Schublade, nach und nach soll es auch Programme für ältere Schüler und Erwachsene geben. Themenführungen durchs Museum sind geplant und auch ungewöhnliche Formate. Sommerfeld: „Ich kann mir vorstellen, dass wir im Museum Geburtstagsgesellschaften begrüßen, die vor der Party an einem inhaltlichen Programm interessiert sind.“

Zu Schulen hat die Museumspädagogin auch schon Kontakte geknüpft. Sobald die Corona-Lage es zulässt, soll die Kooperation starten.

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