Schub für die Digitalisierung an den Schulen in Coesfeld
Bald kommt auf drei Schüler ein iPad

Coesfeld. Die Digitalisierung der Coesfelder Schulen erfährt derzeit einen großen Schub. Wie die Verwaltung gestern Abend im Schulausschuss berichtete, investiert die Stadt insgesamt 1,4 Millionen Euro in die IT-Grundaustattung der Grund- und weiterführenden Schulen – vor allem in interne digitale Netze, WLAN und interaktive Schultafeln und Displays. Insgesamt fast 1,26 Millionen Euro stellt das Land dafür an Förderung zur Verfügung. Die Stadt zahlt nur 140 000 Euro als Eigenanteil.

Mittwoch, 30.09.2020, 16:50 Uhr
Schub für die Digitalisierung an den Schulen in Coesfeld: Bald kommt auf drei Schüler ein iPad
Aus dem Schulträgerbudget konnten 434 neue iPads beschafft werden. Nicht zuletzt Corona hat den erhöhten Bedarf deutlich gemacht. Foto: Archiv

Erhalten haben die Grundausstattung schon die Schulen, bei denen vorab keine Bauplanung mehr erforderlich war (Martin-Luther-, Laurentius- und Mira-Lobe-Schule), beziehungsweise die in absehbarer Zeit saniert oder erweitert werden (Maria-Frieden-Schule). Auf den Stempel „erledigt“ warten müssen hingegen noch die Lambertischule, die Ludgerischule, die Kardinal-von-Galen-Schule in Lette sowie die Freiherr-vom-Stein-Realschule und die Theodor-Heuss-Realschule (Altbau). Dort ist die Verkabelung aufwändiger. Die Arbeiten sind ausgeschrieben worden. Ein Provisorium ist darüber hinaus zunächst angedacht für die Schulen, die später noch saniert werden („Nepo“ und „Theo“ im Schulzentrum und Heriburg-Gymnasium).

Bei der Beschaffung von Endgeräten geht es – ebenfalls mit Unterstützung des Landes – schneller: Bislang waren schon 650 iPads an den Schulen im Einsatz. Rein rechnerisch mussten sich 5,88 Schüler ein Gerät teilen. Zuletzt hat Corona den Bedarf nochmal deutlich gemacht, wie Fachbereichsleiterin Dorothee Heitz berichtete. Die Stadt profitiert massiv von Fördermaßnahmen des Landes (allein aus dem Sofortausstattungsprogramm erhält sie 169 000 Euro – nur zehn Prozent der Kosten muss sie selbst stemmen). Bis Mitte 2021 soll dadurch ein iPad auf drei Schüler kommen. Die beste Hardware-Ausstattung werden dann die Mira-Lobe-Schule (für Kranke) mit 0,96 und die Kreuzschule (Hauptschule) mit 1,62 Schülern pro iPad haben. Heitz betonte, dass der Prozess unter enger Beteiligung der Schulen laufe: „Wir haben da eine gute Arbeitsatmosphäre.“

Die Stadt trägt auch Sorge dafür, dass das Personal, das die Technik an den Schulen betreut, „mitwächst“ mit der Hardware-Ausstattung. Es wird von zwei auf drei Mitarbeiter aufgestockt.

Politiker aller Fraktionen begrüßten die Investitionen. „Die Entwicklung ist super“, meinte Heinz Volmer (Pro Coesfeld). Er erinnerte aber auch daran, dass, wenn die Geräte in ein paar Jahren nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen, wieder reinvestiert werden müsse – notfalls auch ohne Fördermittel des Landes.

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