Stadt entfristet Arbeitsverträge
Schulsozialarbeit dauerhaft gesichert

Coesfeld. In Coesfeld werden die drei städtischen Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter nun auch dauerhaft an den sechs Grundschulen und an der Freiherr-vom-Stein-Realschule eingesetzt. Die kommunalen Schulsozialarbeiter waren bisher immer nur befristet angestellt worden, entsprechend der vom Land NRW zugesagten Förderung.

Samstag, 03.10.2020, 05:53 Uhr
Stadt entfristet Arbeitsverträge: Schulsozialarbeit dauerhaft gesichert
Die Stadt Coesfeld hat die städtischen Schulsozialarbeiter (v.l.) Andrea Wiesner, Niklas Dapper und Sebastian Wilde nun unbefristet angestellt. Foto: az

Nun hat sich die Stadt Coesfeld dazu entschlossen, diese wichtige Arbeit langfristig abzusichern und alle Arbeitsverträge für die Schulsozialarbeit zu entfristen. Und das, noch bevor die Landesregierung verlauten ließ, dass sie die Förderung der Schulsozialarbeit verstetigen will, heißt es im Pressetext der Stadt.

„Das ist ein tolles Signal der Stadt Coesfeld“, freut sich Sabine Wessels, die als Teamleiterin der Jugendförderung die Schulsozialarbeit koordiniert. „Schule ist so viel mehr als formale Wissensvermittlung, es ist ein Ort der Begegnung, des sozialen Lernens und der Persönlichkeitsentwicklung. Hier übernimmt Schulsozialarbeit Aufgaben, die in vielen Schulen nicht mehr wegzudenken sind. Dass diese wichtige Arbeit jetzt abgesichert wurde, ist ein Gewinn für die Schulen und die Kollegen, die in den letzten Jahren dieses Arbeitsfeld so engagiert aufgebaut haben“, erläutert sie weiter.

Seit 2015 fördert das Land NRW begleitende Schulsozialarbeit, um die Zielgruppe der benachteiligten Kinder- und Jugendlichen, die Anspruch auf Leitungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket haben, besser zu erreichen. Mit entsprechendem Konzept hat die Stadt Coesfeld Zusagen für 50-prozentige Personalkostenförderungen erhalten und beschäftigt seit dem 1.1.2016 drei Schulsozialarbeiter auf zwei Vollzeitstellen.

Das Land NRW hat sein befristetes Förderprogramm immer wieder verlängert, jedoch nicht langfristig abgesichert. Die letzte Förderzusage endet am 31.12.2020.

Seit Beginn der Förderung sind die Sozialarbeiter Andrea Wiesner (zuständig für Kardinal-von-Galen-Schule Lette sowie Martin-Luther- und Maria-Frieden-Schule), Niklas Dapper (Freiherr-vom-Stein-Realschule) und Sebastian Wilde (Lamberti-, Ludgeri- und Laurentiusschule) als Schulsozialarbeiter an den genannten Schulen im Einsatz.

Die Theodor-Heuss-Realschule sowie die beiden städtischen Gymnasien Heriburg und Nepomucenum verfügen anteilig über eine Stelle Schulsozialarbeit aus dem Landesprogramm Multiprofessionelle Teams, wodurch insbesondere die Arbeit mit Geflüchteten gestärkt werden soll. Darüber hinaus gibt es derzeit 1,5 Stellen für Schulsozialarbeit im Landesdienst an der Kreuzschule.

„Die Arbeit macht viel Spaß, weil sie so vielfältig ist und man wirklich Ergebnisse und Effekte – etwa bei den Sozialtrainings – sieht“, schwärmt Sebastian Wilde von seinem Arbeitsfeld. Und Niklas Dapper ergänzt: „Es freut uns einfach, dass jetzt alles, was wir aufgebaut haben, weiterlaufen kann. Und natürlich ist es beruhigend, dass auch unsere berufliche Perspektive abgesichert ist.“

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