Nach Brand in den Christophorus-Kliniken: Reinigung steht vor dem Abschluss
Alle OP-Säle am Ende der Woche wieder nutzbar

Coesfeld. Aufatmen an den Christophorus-Kliniken: Bis spätestens Ende der Woche kann der zentrale OP-Bereich wieder vollständig genutzt werden. In zwei Sälen wird schon seit Montag wieder operiert – damit ist die Hälfte des Bereichs schon in Betrieb. „Die Proben der Sachverständigen ergaben eine geringe Verschmutzung, die durch einfache Reinigung entfernt werden konnte“, informierte Claudia Koller, Pressesprecherin der Christophorus-Kliniken. Erweiterte Reinigungen oder Sanierungen seien nicht notwendig gewesen.

Donnerstag, 08.10.2020, 05:44 Uhr
Nach Brand in den Christophorus-Kliniken: Reinigung steht vor dem Abschluss: Alle OP-Säle am Ende der Woche wieder nutzbar
Wenn alles nach Plan läuft, können nächste Woche im kompletten OP-Bereich wieder Operationen durchgeführt werden. Zwei Säle werden schon jetzt wieder genutzt. Foto: Pixabay/ Engin Akyurt

Eineinhalb Wochen ist es her, dass ein Schmorbrand im Krankenhaus den OP-Bereich verschmutzt und verqualmt hat. Böden und Wände sowie der gesamte Inhalt der Räume, also Einrichtung, technische und medizinische Geräte und Lampen, seien gereinigt worden, berichtet Koller. „Zusätzlich haben sich die Kliniken entschlossen, auch die raumlufttechnischen Anlagen komplett zu reinigen, obwohl dies nicht vorgeschrieben wäre“, betont sie. Zur Sicherheit seien alle Filter und alle möglicherweise betroffenen Zuwegungen ausgetauscht worden. Auch alle Einmal-Utensilien wurden entfernt und durch neue ersetzt. „Im Grunde kann man sich das so vorstellen, als ob der OP-Saal komplett in den Ursprungszustand zurückgesetzt wurde“, erklärt Kliniken-Geschäftsführer Dr. Jan Deitmer. Die Rauchbelastung der Räume sei bei der Messung minimal erhöht gewesen, und alle Räume konnten davon vollständig gereinigt werden. „Dass dies so war, ist dem schnellen Reagieren der Einsatzkräfte zu verdanken“, bedankt sich Deitmer.

Es war eine defekte Schuh-Waschmaschine, die den Brand verursacht und den zentralen OP-Bereich für ein paar Tage unbenutzbar gemacht hatte. Für interne Notfälle hatte ein OP-Saal außerhalb des Zentral-OPs zur Verfügung gestanden. Außerdem wurde auch in den OP-Räumen der nicht betroffenen Ambulanzklinik operiert. Dennoch hatten zahlreiche Operationen verschoben werden müssen. Nicht betroffen von dem Vorfall waren die Geburtshilfliche Versorgung samt Kaiserschnitt-OPs sowie die Herzkatheterversorgung.

Zur Schadenshöhe machten die Christophorus-Kliniken auf Nachfrage keine Angaben.

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