Angehörige sollen in der Nähe übernachten können
Krankenhaus will Hotel am Münstertor mieten

Coesfeld. Noch ist nichts unterschrieben, aber alle Beteiligten wünschen sich, dass demnächst Menschen, deren Angehörige im Krankenhaus liegen, oder Eltern, deren Kinder auf der Frühgeborenen-Station betreut werden, im gegenüber den Christophorus-Kliniken gelegenen Hotel am Münstertor übernachten können. Nicht indem sie im Hotel ein Zimmer buchen, sondern indem die Christophorus-Kliniken das komplette Haus für ihre Zwecke mieten.

Samstag, 10.10.2020, 06:02 Uhr
Angehörige sollen in der Nähe übernachten können: Krankenhaus will Hotel am Münstertor mieten
Das Hotel am Münstertor wie es die Coesfelder Jahrzehnte lang kannten – in den nächsten Jahren wollen die Christophorus-Kliniken es für die Unterbringung von Angehörigen ihrer Patienten nutzen. Foto: Archiv

„Wir sind in Gesprächen, das Hotel am Münstertor zu mieten. Ein Erwerb des Gebäudes ist aber nicht geplant“, gibt Dr. Mark Lönnies, Geschäftsführer der Christophorus-Gruppe, Auskunft. „Wir sind immer daran interessiert, in der Umgebung des Krankenhauses Räume hinzuzugewinnen, um sie dann entsprechend zu nutzen“, so Lönnies. Im Falle des Hotels am Münstertor sei unter anderem an die Unterbringung von Angehörigen gedacht.

Über „positiv verlaufende Gespräche“ berichtet auch Hotel-Eigentümer Uwe Tschiskale. Er freut sich, dass es für sein Haus eine neue Nutzung geben wird – die so neu gar nicht ist. „Wir hatten auch früher schon oft Angehörige von Patienten als Hotelgäste“, berichtet er. Tschiskale und seine Frau hatten Ende Juni die Reißleine gezogen, nachdem wegen der Corona-Krise die Buchungszahlen drastisch eingebrochen waren, und hatten nach 15 Jahren das Hotel am Münstertor geschlossen. Da war die Gastronomie schon seit drei Monaten dicht. Tschiskale hatte Hotel und Gaststätte seinerzeit von Barbara und Charly Walters übernommen. Verkaufen will der die Immobilie nicht.

Wie lange das Mietverhältnis mit den Christophorus-Kliniken andauern wird, hängt vor allem auch davon ab, ob die Planungen für ein Parkhaus an dieser Stelle voranschreiten und konkret werden. Das ist eins der großen Themen, mit denen sich der neue Stadtrat in der kommenden Wahlperiode beschäftigen wird. Tschiskale hat dazu schon eine Meinung: „Die Stadt braucht Parkplätze in der Innenstadt und das Krankenhaus auch.“

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