Seit Anfang der Woche gilt in weiterführenden Schulen wieder die Maskenpflicht
„Wir sind ja schon in der Übung“

Coesfeld. Einbahnstraßen-Regelungen, Durchgangsverbote, Spender mit Desinfektionsmitteln und große Schilder, die auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sowie das Einhalten des Mindestabstandes hinweisen: „Wir haben alles getan, um den Schulalltag so sicher wie möglich zu gestalten“, sagt Angelika Adams, Leiterin der Kreuzschule, bei einem Gang durch das Gebäude. Die Pausenglocke hat gerade geklingelt, die Flure füllen sich – aber: Ausnahmslos alle Schüler tragen eine Maske und halten den nötigen Abstand.

Donnerstag, 29.10.2020, 11:28 Uhr
Seit Anfang der Woche gilt in weiterführenden Schulen wieder die Maskenpflicht: „Wir sind ja schon in der Übung“
Den Geschichtsunterricht verfolgt die Klasse 5b an der Kreuzschule ohne Probleme – trotz Maskenpflicht. Eine Nachfrage unter drei Schulen hat ergeben, dass das Einhalten der Pflicht durchgehend reibungslos verlaufe, da die Schüler dies bereits aus den Wochen nach den Sommerferien gewohnt sind. Hinzu kommt nun die Anordnung, Klassenräume regelmäßig zu lüften. Foto: Leon Seyock

„Die Schüler kannten die Maskenpflicht schon von der Zeit nach den Sommerferien. Von daher war es kein Problem für sie, auch jetzt wieder mit Maske im Unterricht zu sitzen. Sie wussten sofort Bescheid“, schildert Angelika Adams. Sogar in der Zeit, als es keine Maskenpflicht gab, hätten einige Schüler freiwillig eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen. „Es ist total schön, dass das so gut funktioniert. Es läuft einfach“, meint die Leiterin der Kreuzschule. Praktisch sei auch, dass sich die Neunt- und Zehntklässler aktuell im Betriebspraktikum befänden und die Schule dadurch leerer sei.

Sehr gut und reibungslos laufe das Einhalten der Maskenpflicht – die im Übrigen ab dem fünften Schuljahr gilt – auch an der Theodor-Heuss-Realschule ab: „Die Schüler kommen schon morgens mit Maske zur Schule. Das Tragen ist kein Problem“, lässt die Leiterin Astrid David in den Schulalltag blicken. Zufrieden mit dem Verhalten der Schüler zeigt sich auch Christian Krahl, Rektor des Heriburg-Gymnasiums, auf Nachfrage, und er betont: „Die Situation jetzt ist eine andere als im Sommer, denn das Tragen der Masken ist jetzt angenehmer. Außerdem hat man sich mittlerweile an die Maske gewöhnt.“ Da die Schüler durch die Pflicht nach den Sommerferien ohnehin „in der Übung“ seien, sei die Lage am Heriburg entsprechend entspannt, schildert Krahl.

Um das Infektionsrisiko in Klassenräumen weiter zu minimieren, sollen diese regelmäßig alle 20 Minuten durchgelüftet werden. „Oft sitzen die Schüler mit Winterjacke oder sogar mit einer Decke an ihrem Platz“, konnte Astrid David an ihrer Realschule beobachten. „Natürlich ist das eine Belastung, aber die Schüler nehmen es klaglos hin und lüften meistens sogar schon vor Unterrichtsbeginn.“ Bereits bevor NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer die Regelungen zum Stoßlüften vorgegeben hat, sei dies Teil des Hygiene-Konzeptes am Heriburg gewesen und wurde durchgeführt. „Natürlich wird es dann kurzfristig ein paar Grad kälter, die Schüler haben sich aber daran gewöhnt“, schildert Christian Krahl. Problematisch könnte es aus seiner Sicht allerdings in den kommenden Monaten werden, wenn die Temperaturen weiter sinken.

Mobile Lüftungsgeräte kommen bisher an allen drei befragten Schulen nicht zum Einsatz. In einer „komfortablen Situation“ sei aber die Kreuzschule, in der nach umfassenden Sanierungsarbeiten in fast allen Räumen neue Lüftungsanlagen fest installiert wurden. „Räume ohne Anlagen werden wie angeordnet gelüftet“, stellt Angelika Adams klar. Feste Anlagen gebe es auch in Teilbereichen der Theodor-Heuss-Realschule, „darauf verlassen wir uns aber nicht“, so Astrid David „Wir lüften lieber regelmäßig.“

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