Stadtrat wählt bald einen neuen Beigeordneten – höchstwahrscheinlich wird es wieder ein Jurist
15 Bewerber im Rennen um die Robers-Nachfolge

Coesfeld. Die seit dem 1. September vakante Beigeordneten-Stelle im Rathaus ist begehrt. „15 Bewerbungen sind eingegangen“, berichtete Stadtsprecherin Andrea Zirkel gestern auf AZ-Nachfrage, darunter drei Frauen und zwölf Männer. Sie kämen „nicht nur aus der Region, sondern auch von weiter her“, führte sie aus. Namen nannte sie nicht.

Dienstag, 05.01.2021, 17:11 Uhr

Die Stelle ist nach der Besoldungsgruppe A 16 ausgeschrieben, die je nach Erfahrungsstufe eine Spanne von rund 6000 bis 7600 Euro brutto umfasst – eventuell plus Kinderzulagen. Zum Vergleich: Bürgermeisterin Eliza Diekmann verdient rund 9500 Euro brutto monatlich.

Wie ermittelt wird, wer von den Bewerbern demnächst den Verwaltungsvorstand mit der Bürgermeisterin an der Spitze und dem 1. Beigeordneten Thomas Backes verstärken darf, ist noch offen. „Das entscheidet der Stadtrat“, erläuterte Zirkel. In der nächsten Woche findet dazu laut Zirkel ein Abstimmungsgespräch der Fraktionschefs mit Diekmann statt. Denkbar ist die Einsetzung einer Findungskommission, aber auch eine Vorauswahl anhand der schriftlichen Bewerbungsunterlagen mit Vorstellung favorisierter Kandidaten im Haupt- und Finanzausschuss. Insider rechnen damit, dass die Wahl am Ende auf einen Juristen fällt, obwohl das in der Ausschreibung bewusst offen gehalten worden war. Seit dem Weggang von Dr. Thomas Robers fehlt juristische Expertise in der Verwaltungsspitze. Die Stadt müsste sie sonst von Fall zu Fall von außen einkaufen. Das könnte auf Dauer teuer werden.

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