Die kleine Antonia aus Dorsten ist das Neujahrsbaby 2021
Raketenstart ins Leben hingelegt

Coesfeld. Das war ein echter Raketenstart ins Leben, den die kleine Antonia in der Neujahrsnacht hingelegt hat. Am 31. Dezember setzten gegen 19 Uhr die Wehen bei Gabriele Fuest ein – und kurz darauf machte sie sich gemeinsam mit ihrem Mann Heiner Fuest auf den Weg von Dorsten nach Coesfeld. „Dann ist alles sehr flott gelaufen. Wir haben die Dame um 0.50 Uhr bei uns aufgenommen. Antonia erblickte um 3.38 Uhr das Licht der Welt“, sagt Dr. med. Klaus-Dieter Jaspers, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an den Christophorus-Kliniken am Standort Coesfeld.

Samstag, 02.01.2021, 15:53 Uhr
Die kleine Antonia aus Dorsten ist das Neujahrsbaby 2021: Raketenstart ins Leben hingelegt
Die kleine Antonia erblickte in der Neujahrsnacht um 3.38 Uhr das Licht der Welt. Groß ist die Freude bei den Eltern Gabriele und Heiner Fuest, die aus Dorsten kommen. Foto: Christophorus-Kliniken

3685 Gramm und eine Größe von 53 Zentimetern misst das Neujahrsbaby. Alle drei – sowohl Antonia als auch ihre Eltern – seien wohlauf, wie Jaspers am Neujahrsmorgen berichtet. Zu viert ist die Familie nun – bereits in 2019 hat die 36-jährige Mutter einen kleinen Sohn zur Welt gebracht.
Die zweite Geburt in der Neujahrsnacht auf gestern sei gegen 4.30 Uhr gewesen, drei weitere Frauen erwarteten am Neujahrstag ihren Nachwuchs. „Für Coesfeld ist das ein normaler Tag. Manchmal kommen die Kinder in der Nacht etwas früher, manchmal etwas später“, beschreibt Dr. Jaspers.
Aber bereits einen Tag zuvor – an Silvester – hatten die Ärzte und Krankenschwestern alle Hände voll zu tun. „Wir hatten noch gegen 20 Uhr eine Zwillingsgeburt“, so Jaspers. Generell sei die Rate der Mehrlingsgeburten in Coesfeld im Vergleich zu anderen Entbindungsstationen sehr hoch (siehe Infobox). Das liege zum einen daran, dass im Perinatalzentrum in Coesfeld „alles behandelt“ werden dürfe – von Kindern, die nur wenige Hundert Gramm wiegen bis hin zu Müttern, die bereits Vorerkrankungen haben und bei denen besondere Vorsicht bei der Entbindung oder beim Kaiserschnitt geboten ist. Hinzu komme, dass sich die Klinik auch im Umkreis einen guten Ruf aufgebaut hätte. „Wir decken Risikoschwangerschaften von der holländischen Grenzen bis nach Rheine und Datteln ab“, erklärt Dr. med. Klaus-Dieter Jaspers weiter.
Er selbst verbrachte in dieser Nacht den 22. Jahreswechsel in der Klinik, sagt Jaspers nach kurzer Überlegung. Denn seit 22 Jahren sei Jaspers Chefarzt der Frauenklinik – „und ich bin eigentlich immer an Neujahr im Einsatz“, schmunzelt er.

Geburten im Jahr 2020

2370 Kinder kamen im vergangenen Jahr in den Christophorus-Kliniken in Coesfeld auf die Welt – das sind 107 Geburten mehr als in 2019. Deutlich zugenommen habe laut Dr. med. Klaus-Dieter Jaspers auch die Zahl der Mehrlingsgeburten – 110 Zwillinge (2019: 99) und vier Drillinge wurden in 2020 in Coesfeld entbunden. 462 Kaiserschnitte seien durchgeführt worden, was 20,5 Prozent ausmacht. Das sei im Vergleich zum Durchschnitt, der bei etwas über 30 Prozent liegt, sehr niedrig, betont Dr. Jaspers – obwohl am Standort in Coesfeld vermehrt Risikoschwangerschaften begleitet werden. -lsy-

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