Martin Stricker möchte zusammen mit Vereinen und weiteren Freiwilligen älteren Menschen helfen
Shuttleservice zum Impfzentrum geplant

Coesfeld. Einen Shuttleservice für ältere Personen von Coesfeld zum Impfzentrum nach Dülmen möchte der Coesfelder Martin Stricker ehrenamtlich auf die Beine stellen und hat dafür bereits hinter den Kulissen ordentlich die Werbetrommel gerührt. Viele Vereine und Einrichtungen hat er angeschrieben. Mit Erfolg. „Wir haben schon drei Fahrzeuge und außerdem mindestens zwölf ehrenamtliche Fahrer vom Bürgerbus Verein“, freut er sich.

Donnerstag, 14.01.2021, 11:12 Uhr
Martin Stricker möchte zusammen mit Vereinen und weiteren Freiwilligen älteren Menschen helfen: Shuttleservice zum Impfzentrum geplant
Martin Stricker möchte ehrenamtlich und mit der Unterstützung von Vereinen und Einrichtungen einen Bring- und Abholdienst für ältere Menschen von Coesfeld zum Impfzentrum nach Dülmen einrichten. Die DJK, in der er aktiv ist, hat bereits ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt. Er ist noch auf der Suche nach weiteren ehrenamtlichen Unterstützern und Sponsoren. Foto: Privat

Martin Stricker selbst ist in der DJK Eintracht Coesfeld aktiv, vom Verein hat er ebenfalls die volle Unterstützung. „Mit dem vereinseigenen Neun-Sitzer könnte nach vorheriger Terminabsprache ein Abhol- und Rücktransport unter Einhaltung der bestehenden Hygieneverordnung eingerichtet werden. Ein Transport von vier Personen unter Einhaltung der bestehenden Hygienevorschriften und noch festzulegender Zeitmodule wäre somit möglich.“ Auch übernehmen später Angestellte der DJK-Geschäftsstelle die Logistik.

Ende Januar soll es mit den ersten freiwilligen Impfungen im Impfzentrum in Dülmen losgehen. Zunächst für die älteren Menschen über 80 Jahren. „Aber die werden damit ins kalte Wasser geschmissen. Dieser Personenkreis, der nicht im Altenheim wohnt, hat oft nur eine eingeschränkte Mobilität und manchmal auch kein Beziehungsumfeld, sodass es schwer wird, die Termine auch wahrzunehmen.“ Hier wolle er helfen und unterstützen. „Grundsätzlich ist ja erst einmal nicht davon auszugehen, dass die Impfungen auch bei den Hausärzten möglich sind.“ In Anbetracht der vielen Todeszahlen, von denen man tagtäglich höre, sei es wichtig, die Impfungen so schnell es geht zu ermöglichen.

Also hat er Kontakt aufgenommen zu anderen Vereinen. „Das DRK hat zum Beispiel schon signalisiert, dass sie Transporter zur Verfügung stellen können, mit denen auch Menschen im Rollstuhl zum Impfzentrum gefahren werden können“, freut sich der 65-jährige, ehemalige Polizeibeamte über die Unterstützung. Das sei eine enorme logistische Aufgabe, die vor den Beteiligten liege, „aber wir müssen natürlich auch erst einmal abwarten, wie viele Menschen sich tatsächlich impfen lassen wollen.“

Alle über 80-Jährigen werden in den kommenden Tagen angeschrieben und über die weiteren Schritte informiert. Eine Impfung ist nur mit Termin möglich. „Den müssen sich die Betroffenen dann in Eigenregie online oder telefonisch reservieren. Das betrifft auch den zweiten Termin für die zweite Impfung, die nötig ist. Danach wäre es dann möglich, sich mit der noch festzulegenden Telefonnummer der DJK einen möglichen Shuttleservice zu buchen“, erklärt Martin Stricker.

Doch bis es so weit ist, werden noch weitere Fahrer und Fahrzeuge für den Shuttleservice gesucht. „Je mehr Fahrer wir sind, desto weniger muss der Einzelne am Ende fahren. Man könnte es sich gut aufteilen. Ein Personenbeförderungsschein ist nicht erforderlich.“ Ebenso suche er noch Sponsoren für eine mögliche Benzinübernahme. „Grundsätzlich ist der Fahrservice natürlich kostenlos.“

Eine erste Anlaufadresse für alle Interessenten, die sich am Aufbau eines Netzwerkes zur Fahrlogistik und Betreuung für ältere Personen beteiligen wollen, ist die Mailadresse: info@djk-coesfeld.de

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