Coesfelder Standesamtsstatistik 2020
Pandemie führt zu weniger Trauungen

Coesfeld. Dass es weniger Trauungen im Coronajahr 2020 gegeben hat, damit war zu rechnen. „Aber wir hatten längst nicht so viele Absagen wie andere Standesämter“, sagt Udo Hoppe, Teamleiter des Standesamtes in Coesfeld. „Nur rund 15 bis 20 Paare haben sich dann doch für eine Verschiebung der Eheschließung entschlossen.“ Heißt unter dem Strich in der Standesamtsstatistik der Stadt: 150 Trauungen statt 186 wie noch in 2019. Davon fanden 105 im Stadtschloss statt (2019: 146), neun im Heimathaus Lette (2019: 5) und 36 (2019: 35) auf der Loburg in Coesfeld. „Für letztere haben wir sogar drei extra Termine angeboten, auch an den Wochenenden“, so Udo Hoppe weiter.

Freitag, 15.01.2021, 06:11 Uhr
Coesfelder Standesamtsstatistik 2020: Pandemie führt zu weniger Trauungen
Foto: az

Ansonsten sei der Dezember vergleichsweise schwach gewesen. „Sonst ist er neben den Sommermonaten Juli und August am stärksten gefragt.“ Dies sei nicht zuletzt auf die Unsicherheiten des zweiten Lockdowns zurückzuführen. „Wir hatten das ganze Jahr über sehr viele Anrufe von Brautpaaren, die sich erkundigt haben, was nun erlaubt sei und was nicht. Es waren immer mindestens zehn Gäste möglich. Das hat dann bei dem einen oder anderen eben zur Absage geführt.“ Weil das jedoch nur so wenige gemacht haben, ist mit einem Stau vor dem Standesamt für 2021 nicht zu rechnen.

Die Unsicherheit durch die Pandemie hat viele aber auch nicht davon abgehalten, den Liebsten einen Antrag unter dem Weihnachtsbaum zu machen. „Gleich in der ersten Woche in diesem Jahr hatten wir schon ein gutes Dutzend Anfragen für Termine in 2021“, freut sich der Teamleiter.

Die Standesamtsstatistik zeigt zudem einen weiteren Aufwärtstrend bei den Geburtenzahlen. 2349 neue Erdenbürger wurden in Coesfeld geboren, davon 1134 Mädchen und 1215 Jungen. 2019 waren es noch insgesamt 2272. Damit wurden in 2020 fast doppelt so viele Kinder in Coesfeld geboren wie noch in 2003 – da waren es 1260. Die Begründung liege zum einen an den Schließungen vieler Geburtenstationen beziehungsweise Krankenhäuser im Umfeld in den vergangenen Jahren und zum anderen am Ausbau der Coesfelder Geburtenstation und am guten Ruf der Coesfelder Kinderintensivstation. „Bei 320 der 2349 Geburten in 2020 wohnten die Eltern auch in Coesfeld“, erklärt Hoppe.

Während die Mehrheit der Eltern, die ihre Kinder in Coesfeld zur Welt gebracht haben, ihre Töchter Ella (22), Leni (18), Lina (18) sowie Ida, Marie und Mia (jeweils 17) nannten, waren die Favoriten bei den Söhnen die Namen Felix (27), Leo (22), Theo (21) sowie Noah und Paul (jeweils 20). Etwas anders gestaltet sich die Namenshitliste der Coesfelder Eltern: Hier führten bei den Mädchen Charlotte (6), Emma (4), Lina (4) und Romi/Romy (4), bei den Jungen waren es Theo (10), Ben (5) und Finn (5).

Mehr Geburten bedeuten aber auch mehr Arbeit für das Standesamt. „Alle Eltern, deren Kinder in Coesfeld geboren wurden, beantragen bei uns auch notwendige Urkunden, wie zum Beispiel für die Taufe, die Schule oder Unterstützungsleistungen“, erklärt Udo Hoppe.

Insgesamt 418 Menschen starben in Coesfeld (2019: 448), davon waren 231 Frauen und 187 Männer. 255 von ihnen wohnten in Coesfeld, die anderen 163 lebten im Umland. | Kommentar

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