Schneeverwehungen bereiten Probleme
Baubetriebshof im Dauereinsatz

Coesfeld. Seit 5 Uhr Sonntagfrüh sind Markus Wichtrup und sein 18-köpfiges Team vom Baubetriebshof im Dauereinsatz. „Die Lage ist angespannt, aber wir kommen zurzeit noch hinterher, unsere Flächen sauberzuhalten“, berichtet Wichtrup vom Einsatz sämtlicher Räum- und Streufahrzeuge. Auf der B 474 an der Ecke zur K 44 hat sich dennoch ein Lkw laut Polizei quergestellt, sodass die Bundesstraße dort gesperrt sei.

Sonntag, 07.02.2021, 13:30 Uhr
Schneeverwehungen bereiten Probleme: Baubetriebshof im Dauereinsatz
Trotz der Schneemassen, wie hier an der Höltenen Klinke, hatten Feuerwehr und Polizei bislang kaum wetterbedingte Einsätze. Der Baubetriebshof ist hingegen im Dauereinsatz. Foto: Leon Seyock

Allerdings bereiten dem Räumdienst vor allem die Schneeverwehungen Probleme. „Ein Kollege berichtete mir, dass er im Rückspiegel sehen konnte, wie das, was er gerade geräumt hatte, schon wieder dicht war“, erzählt der Einsatzleiter des Baubetriebshofs, der sich am Sonntagmittag noch auf einen langen Abend einstellt. Dabei sind selbst die Fahrzeuge des Baubetriebshofs gegen Unfälle nicht gefeit. „Wir haben an der Dülmener Straße einen Radlader, der vom Radweg gerutscht und an der Laterne gelandet ist“, sagt Wichtrup. Den müssen wir gleich erst noch bergen.“

Seit 6.20 Uhr ist die Feuerwache in Coesfeld – so wie auch alle anderen Feuerwachen im Kreisgebiet – besetzt. „Aktuell können wir noch nicht viel vermelden“, sagt Dominik Möller auf AZ-Nachfrage am Sonntagmittag. „Wir haben halt einfach nur Schnee.“ Die Nacht sei vergleichsweise ruhig gewesen. Lediglich einen umgestürzten Baum mussten die Kameraden von der Straße räumen, was jedoch nicht unmittelbar auf die Schneemassen zurückzuführen sei. „Ansonsten halten wir uns bereit“, sagt der stellvertretende Leiter der Feuerwehr mit Blick auf die Wetterlage.

Dass die Bürger offenbar tatsächlich zu Hause geblieben sind, beobachtet auch die Polizei. So gab es kaum Einsätze für die Beamten. „Bis auf ein paar Nachbarschaftsstreitigkeiten und Leuten, die anrufen, weil die Polizei dafür sorgen solle, dass geräumt wird“, schüttelt ein Sprecher der Leitstelle den Kopf. Ein Auto sei auf der B 525 in den Graben gerutscht und bereits geborgen worden. Verletzte gab es keine. Die Bergung des besagten Lasters auf der B 474 dauere hingegen noch an.

Der Kreis Coesfeld weist bereits darauf hin, dass Bürger ab 80 Jahren, die am Montag einen Termin im Impfzentrum in Dülmen haben, diesen um einen Tag verschieben können. „Sollten es die Straßenverhältnisse nicht hergeben oder die Menschen Sorge haben, das Impfzentrum nicht sicher erreichen zu können, können alle, die für den 8. Februar einen Termin gebucht haben, auch am Dienstag, den 9. Februar, ab 14 Uhr, ohne Terminabsprache ins Impfzentrum nach Dülmen kommen“, bietet Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr an.

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