CDU macht Dampf für mehr Bauland-Ausweisung in Coesfeld
Fast 600 Interessenten – aber kaum Bauplätze

Coesfeld (ds). Der Druck auf die Stadt wächst: Fast 600 Interessenten, meist junge Familien, gibt es derzeit, die in Coesfeld ein Einfamilienhaus errichten wollen. Sie stehen im Rathaus auf der Warteliste. Es ist auch schon einiges auf den Weg gebracht worden. Klar ist aber: Diese kleineren Baugebiete und die Nachverdichtung im innerstädtischen Bereich werden nicht ausreichen, um den Bedarf auch nur halbwegs zu decken. Mehr Bauland muss her, übrigens auch für Gewerbebetriebe. Die CDU hat, weil Bauland immer knapper wird, im Stadtrat jetzt eine Initiative angestoßen, das Siedlungsflächenmonitoring verstärkt in den Blick zu nehmen.

Montag, 22.02.2021, 16:18 Uhr

Hintergrund ist, dass im Juni wieder Kommunalgespräche über die Regionalplanung mit der Bezirksregierung anstehen. Die CDU will, dass die Stadt Coesfeld dabei ihre Wünsche und Forderungen klar formuliert. „Wir sollten da mit einem Impuls reingehen“, brachte es Thomas Bücking (CDU) auf den Punkt.

Erster Beigeordneter Thomas Backes berichtete, dass der Prozess längst im Gange sei. Schon vor einem Jahr habe man sich erstmals mit Bezirksregierung getroffen. Da sei es um Grundlagen gegangen. Die Bezirksregierung werte die Daten, die sie von der Stadt bekommen habe, nun aus und gleiche sie mit anderen ab. Er bremste die Erwartungen: „Es geht erst darum, Sachverhalte zu klären.“ Erst am Ende werde man wissen, wo konfliktfreie Räume seien, die man überplanen könnte.

Robert Böyer (Pro Coesfeld) befand daher, dass der Vorstoß der CDU „überflüssig“ sei, „weil ja sowieso schon alles läuft“. Die Mehrheit des Stadtrates sah das aber anders. Die Verwaltung soll im März im Ausschuss das Siedlungsflächenmonitoring vorstellen und die Nachfragesituation in Coesfeld näher beleuchten. Außerdem soll sie aufzeigen, welche Entwicklungsmöglichkeiten sich ergeben. Nur eine CDU-Forderung wurde gestrichen: dass die Stadt auch schon Schritte zur Weiterenwicklung des Regionalplans einleiten soll. Da gilt es, zunächst abzuwarten, was Münster will.

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