Dritter Bauabschnitt für 155 000 Euro abgeschlossen
1000 Jahre Stadtgeschichte erleben

COESFELD. Offen und einladend ist es geworden, das Foyer des Stadtmuseums im Erdgeschoss des Walkenbrückentors. Fast schon zurückhaltend steht mittendrin eines der neuen Highlights: der weiße Medientisch mit der glatt-leuchtenden Oberfläche. Eine Berührung reicht und schon öffnen sich auf einer interaktiven Landkarte der Baumberge-Region Kulturorte oder, auch das mit einem Wisch, ein virtueller Rundgang durch das jetzt mit dem dritten Bauabschnitt fertig gestellte Stadtmuseum „Das Tor“.

Donnerstag, 01.04.2021, 11:12 Uhr
Dritter Bauabschnitt für 155 000 Euro abgeschlossen: 1000 Jahre Stadtgeschichte erleben
Blumen gab es zur Eröffnung des dritten Bauabschnitts anstelle einer großen Feierstunde: (v.l.) Dr. Mechtilde Boland-Teißen, Bürgermeisterin Eliza Diekmann, Museumsleiterin Dr. Kristina Sievers-Fleer und Museumspädagogin Sabrina Sommerfeld im Foyer des Stadtmuseums „Das Tor“. Foto: az

Eine Eröffnungsfeier ist wegen der Corona-Beschränkungen nicht möglich, einen Gang in kleinster Runde gibt es trotzdem. Bürgermeisterin Eliza Diekmann zeigt sich begeistert, so die Pressemitteilung der Stadt: „Hier werden Einblicke in die Stadtgeschichte möglich und gleichzeitig Ausblicke: in die Stadt hinein und hinaus in die Region. Das historische Stadttor hat damit genau die Funktion, die es viele Jahrhunderte hindurch für unsere Stadt hatte, es steht sinnbildlich für unsere Stadtgemeinschaft und für die Verbindungen ins Umland.“

Wer das Foyer verlässt und weiter hinaufsteigt im Walkenbrückentor, das seit 2012 das Stadtmuseum „Das Tor“ beherbergt, kommt in den neu eröffneten dritten Bauabschnitt, der jetzt für Besucher offensteht. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Fertigstellung dieser Räume jetzt die etappenweise Modernisierung der Ausstellung im Walkenbrückentor abschließen können“, sagt Museumsleiterin Dr. Kristina Sievers-Fleer. Der neue Ausstellungsbereich widmet sich 1000 Jahren früher Stadtgeschichte: von der Stadtwerdung im frühen Mittelalter, dem Thema Handel und Hanse und der Bedeutung, die Coesfeld als Festungsstadt bis in das Barock hatte. „Wir haben uns damit zeitlich gesehen von der Gegenwart nach hinten gearbeitet“, so Sievers-Fleer: „Der erste Abschnitt wurde 2012 fertig gestellt und umfasste die Themen Nationalsozialismus und jüdisches Leben. Im Jahr 2015 wurde der zweite Abschnitt eröffnet, der sich dem Thema Fortschritt im 19. und 20. Jahrhundert widmet.“

Ermöglicht wurde die Realisierung dieses letzten Abschnitts, der auch die vielfältigen Verbindungen der Coesfelder Geschichte mit den Nachbarkommunen aufgreift, unter anderem durch Leader-Mittel. „Ich freue mich über jede Etappe des Weges, der nur gemeinsam mit den vielen Unterstützer:innen, Bürger:innen und Ehrenamtlichen gegangen werden konnte und auf die Möglichkeiten der Zukunft in unserer Leader-Gemeinschaft“, so Fachbereichsleiterin Dr. Mechtilde Boland-Theißen. Das LWL-Museumsamt hat nach den beiden vorherigen Ausstellungabschnitten auch den neuen Bereich mitfinanziert. Die Realisierung des Medientisches (30 000 Euro) erfolgte durch Unterstützung der Sparkassenstiftung Westmünsterland. Die Gesamtkosten für den dritten Ausstellungsabschnitt lagen bei knapp 155 000 Euro.

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