Neugestaltungspläne für den Bahnhofsvorplatz gehen in die finale Phase
Mehr Grün – weniger Parkplätze

Coesfeld. Während das Bahnhofsquartier weiter wächst – zwischenzeitlich wurde schon die Grube für den zweiten Bauabschnitt ausgehoben – gehen auch die Pläne für die Neugestaltung des Vorplatzes in die finale Phase. „Der Grünanteil wird erheblich vergrößert“, berichtet Stadtplaner Ludger Schmitz auf AZ-Nachfrage. Das ist ein Ergebnis der Beteiligung des Gestaltungsbeirats der Stadt Coesfeld, der sich mit ersten Vorschlägen des Büros nts aus Münster befasst hatte. Er hat sich nicht nur dafür stark gemacht, dass die 13 Bäume entlang der Hansestraße erhalten bleiben, sondern dass die Pflasterfläche auch noch durch weitere Anpflanzungen „aufgebrochen“ werden soll: Zwölf neue Bäume sollen gesetzt werden, darüber hinaus entstehen zwei grüne „Inseln“ mit klimaresilienten Stauden. Eine Hecke soll die Außengastronomie einer Bäckerei vom Parkplatz abschirmen.

Dienstag, 20.04.2021, 11:38 Uhr
Neugestaltungspläne für den Bahnhofsvorplatz gehen in die finale Phase: Mehr Grün – weniger Parkplätze
Blick von oben: Die Bäume entlang der Hansestraße bleiben erhalten. Die übrigen Bäume werden neu gepflanzt. Hinzu kommen klimaresiliente Staudenbeete. Das Parken soll auf den linken Bereich begrenzt bleiben. Die Ein- und Ausfahrt erfolgt im Einbahnstraßenverkehr zwischen den Bäumen her. Taxis fahren künftig hinter dem Bahnhof vor. Plan: nts/Stadt Coesfeld Foto: az

Fürs Parken, auch für Car-Sharing-Fahrzeuge, soll nur noch dieser südliche Teil des Bahnhofsvorplatzes dienen – dafür hat sich der Gestaltungsbeirat klar ausgesprochen. „Der nördliche bleibt Fußgängern und Radfahrern vorbehalten“, so Schmitz. Die Aufenthaltsqualität für Wartende soll dort unter anderem auch mit kleineren Spielgeräten für Kinder (Trampolin, Balancier- und Sitzpunkte) erhöht werden. Taxis fahren künftig nicht mehr vorn am Bahnhof vor, sondern hinten – direkt an den Gleisen. „Das verkürzt die Wege“, so Schmitz, „da ist man dann mit dem Rollkoffer schnell da“.

Das Parkplatzangebot auf dem Vorplatz wird knapper als bisher. Statt 20 stehen dann nur noch zwölf Plätze zur Verfügung. Die sollen als Kurzzeitparkplätze (15 bis 30 Minuten) bewirtschaftet werden, um Bringen und Abholen zu ermöglichen. Park&Ride-Plätze werden darüber hinaus westlich des Bahnhofs realisiert.

Die Anpflanzungen auf dem Vorplatz lenken gleichzeitig den fußläufigen Verkehr auf den Eingang zu. „Eine Baumreihe ist darauf ausgerichtet“, erklärt Schmitz. Ein abgeschrägtes Staudenbeet zeige allen Passanten durch seine Form an, ohne dass viele Schilder aufgestellt werden müssen, wo es in Richtung Stadtzentrum geht. Die Mietfietsen der Stadtwerke werden folgerichtig künftig vor dem Fahrradparkhaus aufgestellt. Darüber hinaus soll es nur noch einige wenige zusätzliche Fahrradstellplätze geben – zum Beispiel an der Bäckerei für Leute, die nur mal eben Brötchen holen. „Ansonsten“, so Schmitz, „soll das Fahrradparkhaus genutzt werden“.

Noch unklar ist, was aus der Pyramide wird. „Sie stört die zukünftige Platzgestaltung eher“, meint der Gestaltungsbeirat. Zu prüfen sei aber, ob es sich um ein Kunstwerk handelt.

Heute wird über das Thema Bahnhofsvorplatzgestaltung im Umweltausschuss des Stadtrates beraten. Morgen ist der Planungsausschuss dran. Und dann nächste Woche Montag nochmal der Gestaltungsbeirat. Die Entscheidung soll in der Ratssitzung am 1. Juli fallen. Zu den voraussichtlichen Kosten konnte Schmitz noch nichts sagen. Allerdings muss diese auch nicht die Stadt Coesfeld allein tragen. Im Kaufvertrag zwischen Stadt und Investor war festgelegt worden, dass die H+T-Konzeptbau (Borken) die Umgestaltung auf ihren Grundstücksflächen einschließlich der Verlegung der Taxiumfahrt übernimmt und die Stadt den Rest.

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