Die Messe Gamescom läuft noch bis Sonntag / Erhöhtes Sicherheitskonzept aus Angst vor Anschlägen
Die Spiele im Fokus der Sicherheit

Köln. Seit Jahren sprengt die Spiele- und Unterhaltungsmedienmesse Gamescom in der Stadt am Rhein alle Rekorde. 345 000 Besucher waren es im vergangenen Jahr – 10 000 mehr als im Jahr zuvor. Doch diesmal trüben die Anschläge der vergangenen Wochen die grenzenlose Vorfreude.

Donnerstag, 18.08.2016, 19:15 Uhr

Die Messe Gamescom läuft noch bis Sonntag / Erhöhtes Sicherheitskonzept aus Angst vor Anschlägen : Die Spiele im Fokus der Sicherheit
Auch in diesem Jahr werden die VR-Brillen wieder ein Hauptthema auf der Gamescom sein. Einige Hersteller haben bereits Spiele angekündigt, die speziell für die Virtuelle Realität entwickelt werden. Foto: koelnmesse GmbH

Diese Ereignisse waren auch der Grund, wieso die Veranstalter sich zu einer Verschärfung der Sicherheitskontrollen entschieden. Viele Spieler verkleiden sich an den Messetagen gern als ihre Lieblingscomputerspielhelden und bereiten mit viel Aufwand Kostüme und Requisiten vor. Unter anderem auch Waffen, Schwerter und Stäbe aus Pappmaché oder Holz, um die Vorlage möglichst genau abzubilden.

Genau davor hatten die Veranstalter Angst und untersagten den sogenannten Cosplayern das Mitbringen von nachgebauten Waffen, um niemandem die Möglichkeit zu geben, eine echte Waffe getarnt als harmlose Utensilie auf das Gelände zu schmuggeln. Nur einigen Ausstellern sei es erlaubt, Nachbildungen von Waffen auf dem Gelände zu tragen – nachdem diese intensiv kontrolliert würden. Außerdem sollen die Besucher soweit es geht auf Rucksäcke und Taschen verzichten, um die Wartezeiten bei den Kontrollen so niedrig wie möglich zu halten.

Das eigentliche Hauptaugenmerk soll aber trotzdem auf dem unbeschwerten Messealltag liegen. Als Partnerland wird diesmal die Türkei im Blickpunkt stehen. Das Land am Bosporus wird einen Gemeinschaftsstand von 500 Quadratmetern in der „business area“ haben, um die noch nicht so bekannte türkische Spielelandschaft zu zeigen.

In den restlichen sechs Hallen präsentieren sich erneut namhafte Aussteller wie Blizzard, Electronic Arts (EA), Ubisoft, Konami oder auch Microsoft. Deutlich erweitert wird in diesem Jahr das Angebot bei den Indie-Spielen – die von kleinen Unternehmen oder Einzelpersonen geschaffen wurden – und auch bei den mobilen Spielen für Smartphones und Tablets. Um ganze 20 Prozent wächst das Teilnehmerfeld beim Mobile Gaming im Vergleich zu 2015. Insgesamt liegt die Ausstellerzahl in diesem Jahr bei über 800. Die Entwickler kommen aus rund 50 Ländern und unterstreichen damit die Bedeutung der Gamescom als das weltweit größte Event für Computer-und Videospiele.

Von Freitag bis Sonntag verwandelt sich mit dem „Gamescom City Festival“ die Kölner Innenstadt zudem dank zahlreicher Bühnen, Aktionsstände und des Street Food Festivals in eine dreitägige Festival-Landschaft – auch für Gäste, die nicht die Gamescom besuchen. So wird Shooting-Star Max Giesinger („80 Millionen“) am heutigen Freitagabend auf der Bühne am Hohenzollernring zu hören sein.

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