Junge Szene
Mittelmäßiger Actionstreifen

Suicide Squad; FSK ab 16 Jahren; ca. 123 Minuten; Action, USA; Warner

Samstag, 27.08.2016, 11:39 Uhr

Junge Szene : Mittelmäßiger Actionstreifen
In Suicide Sqaud avancieren die beliebtesten Gegenspieler aus den DC-Comics zum Heldenteam. Foto: Warner Bros.

Man nehme die derzeit gefährlichsten Bösewichte und Metawesen der Welt, statte sie mit Waffen aus und schicke sie, unterstützt von Druckmitteln, in einen scheinbar aussichtslosen Kampf gegen ein unsterbliches, magisches Wesen. Der „Suicide Squad“ – bestehend aus einigen der beliebtesten Gegenspieler von Batman, Superman und Co. – wird als „Heldenteam“ von Geheimagentin Amanda Waller zusammengestellt, um die Welt zu retten – und gleichzeitig als Sündenböcke zu dienen, falls etwas schief geht. Doch auch die Feinde altbekannter Helden scheinen Moral zu haben, und müssen sich am Ende zwischen Gut und Böse entscheiden.

Der vielversprechend scheinende Actionstreifen bietet leider außer beeindruckenden Kampfszenen nicht viel. Trotz grandioser Schauspielleistung – wobei deutlich Margot Robbie in der Rolle von Harley Quinn zu loben ist – wirkt die Handlung sehr chaotisch bis kaum existent, wodurch der Zuschauer schnell das Interesse am Film verliert. Die wenigen guten Witze sind dank der zahlreichen Trailer bereits bekannt und tragen auch nicht zur Verbesserung des Filmes bei. Stattdessen wirken sie gezwungen und schlecht eingebaut.

Außerdem stellen die Hintergrundgeschichten vieler Charaktere ein deutliches Manko dar, die aufgrund von Zeitknappheit nur kurz bis gar nicht angesprochen werden, und einige Fragen unbeantwortet lassen. Auch das offene Ende – vermutlich in Erwartung eines zweiten Teils – lässt einiges offen, was den Zuschauer nicht zufriedenstellt.

Trotz alldem sind die Actionszenen deutlich gelungen. Wer sich also einen Explosionsreichen Film mit wenig Handlung, dafür aber sehr guten Schauspielern ansehen möchte, ist mit „Suicide Squad“ gut bedient. Fans von DC werden allerdings von dem verschenkten Potenzial des Streifens enttäuscht sein. Pia Hunke

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