Junge Szene
Dem grünen Daumen nach

Das Thema Klimaschutz ist in aller Munde. Die letzten Wahlen haben gezeigt, dass es vielen Menschen wichtig ist. Genau deswegen hat die Bundesregierung im April das sogenannte „Klimakabinett“ gegründet. Nächste Woche soll es sich erneut zusammensetzen. Aber was genau ist überhaupt so ein Klimakabinett und wofür ist es da?

Freitag, 13.09.2019, 17:00 Uhr
Junge Szene: Dem grünen Daumen nach
Foto: az

Ein Kabinett ist eigentlich nichts mehr als eine Arbeitsgruppe. Im Falle des Klimakabinetts besteht diese aus Bundeskanzlerin Angela Merkel und sechs Ministern der Regierung, denen für Wirtschaft, Finanzen, Umwelt, Bauen, Verkehr und Landwirtschaft. Zusammen wollen diese Politiker entscheiden, wie Deutschland besser zum Klimaschutz beitragen kann. Denn vor drei Jahren hat sich die Regierung das Ziel gesetzt, dass in Deutschland bis 2030 sehr viel weniger klimaschädliche Gase wie CO2 ausgestoßen werden sollen. Um genau zu sein, 50 Prozent weniger, als im Jahr 1990. Bis jetzt scheint es aber, dass dieses Ziel nicht erreicht wird. Daher wollen die sechs Minister im Klimakabinett darüber beraten, wie jeder ihrer Bereiche, zum Beispiel der Verkehr, noch schneller klimafreundlicher werden kann.

In den Sitzungen des Kabinetts seit April sind viele Vorschläge gemacht worden. Man könnte beispielsweise den Preis der Bahntickets senken, damit weniger Leute mit dem Auto fahren. Auch könnte der Staat klimafreundliche Elektroautos günstiger machen. Ein besonders umstrittener Vorschlag ist, ob man eine Steuer für CO2 einführen sollte. Das heißt, dass jedes Mal, wenn CO2 ausgestoßen wird, ein Betrag an den Staat bezahlt werden muss. Dadurch würden das Tanken und das Heizen mit Öl und Gas teurer werden und klimafreundliches Verhalten günstiger. Nächste Woche soll das Klimakabinett nun beschließen, welche dieser Vorschläge umgesetzt werden sollen.

Falk Hemsing

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