Junge Szene
Für Schalke professionell FIFA zocken

Wenn morgen Mittag das Revier-Derby steigt, drückt Julius Kühle natürlich seinem FC Schalke 04 die Daumen – ganz in echt. Und manchmal spielt er für Schalke beim Derby auch selbst mit – dann allerdings vor der Konsole. Als E-Sport wird das wettkampfmäßige Spielen von Video- beziehungsweise Computerspielen nach festgelegten Regeln bezeichnet. Doch wie sportlich ist das Zocken an der Konsole oder am Computer? Junge-Szene-Mitarbeiterin Kristin Kesselmann hat sich in der Szene umgehört und mit dem 17-jährigen E-Sportler gesprochen.

Freitag, 25.10.2019, 10:00 Uhr
Junge Szene: Für Schalke professionell FIFA zocken
Julius Kühle spielt für den FC Schalke 04 E-Sport-Turniere und verdient damit mittlerweile sogar Geld. „Um E-Sportler zu werden, braucht man Talent, Fleiß, Ehrgeiz und mentale Stärke“, sagt der 17-Jährige. Foto: FC Schalke 04 Foto: az

In welcher Disziplin spielst du als E-Sportler genau?

Julius: Meine Disziplin ist FIFA-E-sport, die ich beim FC Schalke 04 entweder alleine oder im Team spiele.

Und wie bist du denn überhaupt zum E-Sport gekommen?

Julius: Ich habe ein Online-Turnier gewonnen und wurde deswegen zu einem Castingwochenende eingeladen, bei dem ich mich in verschiedenen Challenges gegen andere Mitstreiter durchsetzen konnte.

Wie läuft denn so ein Turnier genau ab?

Julius: Turniere laufen offline an einer Location ab, bei der alle Spieler zusammensitzen und einen Sieger erspielen.

Was waren bisher deine größten Erfolge?

Julius: Meine größten Erfolge waren drei Qualifikationen für internationale Turniere in London, Bukarest und Atlanta.

Hast du denn auch schon Ziele für diese und die kommende Saison ins Auge gefasst?

Julius: Mich zu steigern und gut mit meinem Verein in der virtuellen Bundesliga abzuschneiden.

Würdest du sagen, dass E-Sport eine richtige Sportart ist?

Julius: Ganz klar! Weil man sich misst und der Wettbewerbsgedanke eine große Rolle spielt.

Was macht deinen Sport so besonders für dich?

Julius: E-Sport ist für mich besonders, weil ich mein Hobby zum Beruf machen konnte.

Das heißt, du verdienst also Geld damit?

Julius: Ja, das tue ich.

Also ist es tatsächlich möglich, E-Sport hauptberuflich zu betreiben?

Julius: Ja, genau. Es ist auch mein Plan, nach dem Abitur Vollzeit-E-Sportler zu werden.

Hast du noch andere Hobbys?

Julius: Zum Ausgleich spiele ich noch Fußball – ganz real.

Ist das denn dann nicht alles ziemlich stressig?

Julius: Ich probiere immer, möglichst alles unter einen Hut zu bekommen, auch wenn der E-Sport sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.

Was muss man denn überhaupt mitbringen, um E-Sportler zu werden?

Julius: Vor allem vier Dinge: Man braucht Talent, Fleiß, Ehrgeiz und mentale Stärke.

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