Daruper sind im Frühjahr zu Baumeetings eingeladen / Ideen der Dorfbevölkerung sind gefragt
„Unser Hof Schoppmann“

Darup. „Der milde Winter ist ein Glücksfall für uns“, zeigt sich der Coesfelder Architekt Gerold Thume begeistert. Sein Büro hat die Planung für das Projekt „Alter Hof Schoppmann“ in Darup umgesetzt und führt auch die Bauleitung durch. Wegen der günstigen Witterungsbedingungen mussten die Handwerker auf der Baustelle zwischen dem Wullaweg und der Straße „Am Hagenbach“ keine Winterpause einlegen und konnten zügig weiter arbeiten. Der hölzerne Anbau am Torhaus, in dem das Naturschutzzentrum Coesfeld seine Büro-, Veranstaltungs- und Ausstellungsräume haben wird, ist bereits erstellt. Voraussichtlich Mitte dieses Jahres soll diese Baumaßnahme abgeschlossen sein. In der nächsten Woche wird das Gerüst an der alten Tenne aufgebaut, um das Dach abzutragen. Dort entsteht ein Dorfgemeinschaftsraum.

Mittwoch, 05.03.2014, 15:51 Uhr

Der ehemalige Schweinestall, in dem eine Werkstatt eingerichtet wird, ist bereits entkernt; auch dort laufen die Maurerarbeiten auf Hochtouren.

Noch haben die Dexter-Rinder im Rinderstall ihre Unterkunft. Werner Bockhorn – neben Dirk Broek und Stefan Hugendick – einer der drei Bewohner des Haupthauses kümmert sich um die Tiere – und ganz besonders um Kälbchen Ines. Bald kommen die Rinder wieder in Billerbeck auf die Weide. Nach dem Umbau des Stalls wird dort ein Hofladen eingerichtet.

In der alten Diele im Wohnhaus entsteht ein Café – mit Blick auf einen malerischen Bauerngarten. All das soll voraussichtlich Mitte 2015 fertig sein, wie Architekt Gerold Thume mitteilt. Dann können die Daruper und Gäste – darunter auch Radtouristen – bei schönem Wetter auf einer großzügigen Außenterrasse Platz nehmen. Im Café werden Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen und Personen in schwierigen Lagen geschaffen. Die integrierte Tagespflege soll pflegende Angehörige entlasten und die Senioren stärker in die Dorfgemeinschaft einbinden.

Der Alte Hof Schoppmann soll nach seiner landwirtschaftlichen Nutzung zu einem zentralen, vielseitigen Anlaufpunkt des dörflichen Lebens werden und regionale wie überregionale Anziehungskraft entwickeln.

Das wünschen sich die Gesellschafter der gemeinnützigen Gesellschaft „Alter Hof Schoppmann“: der Verein Interkulturelle Begegnungsprojekte (IBP) und das Naturschutzzentrum. Im Frühjahr werden vor Ort „Baumeetings“ für die Daruper angeboten, wie IBP-Geschäftsführer Martin Althoff mitteilt. Die Einwohner sind eingeladen, ihre Ideen einzubringen. „Die Daruper sollen dann einmal sagen können: Das ist unser Hof Schoppmann.“

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2283281?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F968628%2F2607035%2F2607037%2F
Nachrichten-Ticker