Figuren des Bildhauers Winfried Nimphius stehen jetzt auf dem IBP-Pferdehof
Neues Zuhause für Großvater und Enkel

Darup. Wer den IBP-Pferdehof in Hövel besucht, den erwartet nicht nur der Anblick von eigens angebautem Gemüse und geschäftigem Treiben in den Pferdeställen, sondern auch ein ganz besonderes Empfangskomitee: ein Großvater mit seinem kleinen Enkel. Zwei Figuren des Bildhauers Winfried Nimphius, die den Darupern von der eigenen Dorfeinfahrt bekannt vorkommen dürften.

Donnerstag, 15.10.2020, 06:52 Uhr
Figuren des Bildhauers Winfried Nimphius stehen jetzt auf dem IBP-Pferdehof: Neues Zuhause für Großvater und Enkel
Ein neues Zuhause auf dem IBP-Pferdehof in Hövel haben jetzt der Großvater und sein Enkel gefunden, zwei Figuren des Künstlers Winfried Nimphius (r.). Sie standen zuvor an der Daruper Ortseinfahrt Coesfelder Straße Ecke Pfarrer-Kroos-Straße. Einrichtungsleiter Thomas Lülf freut sich über das kreative Empfangskomitee auf der Einfahrt. Foto: Jessica Demmer

Seit Sommer des vergangenen Jahres haben sie bereits ein neues Zuhause auf dem Pferdehof gefunden – nachdem sie zwei Mal mutwillig im Ortskern von Unbekannten massiv beschädigt wurden. „Hier stehen sie nun sicher auf einem Privatgelände, aber dennoch im öffentlichen Raum, denn sie begrüßen jeden, der uns hier besuchen kommt. Besucher unserer Klienten, Kooperationspartner oder aber auch die Einsteller der Pferde“, so Einrichtungsleiter Thomas Lülf.

Die Verbindung entstand über den Verein Interkulturelle Begegnungsprojekte (IBP), dessen Mitarbeiter Winfried Nimphius zugleich der Schöpfer der beiden Kunstwerke ist. „Es wurde nach einem geeigneten Standort gesucht und er wurde schließlich hier bei uns gefunden. Der Pferdehof ist Eigentum vom IBP“, erklärt Thomas Lülf die Zusammenhänge. Transportiert wurden die beiden Figuren auf einem Anhänger. „Sie sind relativ leicht, nur der Betonsockel hat ein ordentliches Gewicht.“

Auf Initiative des Daruper Heimatvereins erschuf Winfried Nimphius, der auch schon die berühmte „Badende“ entworfen hat, die unter anderem in Coesfeld am Walkenbrückentor steht, damals die beiden Figuren. Ein Junge auf einem roten Hüpfball und dicker Wollmütze auf dem Kopf und sein Großvater, der die Arme hinter dem Rücken verschränkt hat und schon passend zur kommenden Jahreszeit die Handschuhe trägt. Die Zerstörung habe ihn geärgert, „auch wenn man das leider ja schon irgendwie gewohnt ist.“ Auch Thomas Lülf kann den Vandalismus nicht nachvollziehen. „Es ist schade, dass bei Menschen die Idee entsteht, etwas Schönes zu zerstören.“

Doch nun stehen Großvater und Enkel sicher und warten darauf, Besucher gebührend in Empfang zu nehmen.

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