Pankratius-Grundschule richtet erstmals zusammen mit Hochmoor WM für kleine Kicker aus
Minis mit Mut und Melone

Gescher. Die Kinder der 3b bilden einen Kreis, rücken eng zusammen, stecken die Köpfe zusammen. Wie ein Mantra klingt das Gemurmel: „Eins, zwei, drei, vier: Dieses Spiel gewinnen wir. Fünf, sechs, sieben acht: Die Gegner werden platt gemacht“, lautet das Fußball-Credo. Es so im Kreis miteinander zu sprechen, „fühlt sich gut an: Da kriegt man mehr Mut“, sagt eines der Mädchen. Und schon stürmen alle auf den Platz zum nächsten Einsatz.

Sonntag, 15.06.2014, 17:02 Uhr

Davon gab es zahlreiche: Denn die Schüler der Pankratius-Grundschule waren – erstmals im Verbund mit der Grundschule Auf dem Hochmoor – zu ihrer Mini-WM am Freitag bei strahlendem Sommerwetter am Borkener Damm angetreten. Alle vier Jahre zeitgenau zur großen Fußballweltmeisterschaft bläst Geschers Grundschule zu dieser Mini-WM mit Kickern und Cheerleadern. Jahrgangsweise lässt sie dann ihre Schüler gegeneinander aufspielen, bis vier WM-Sieger ermittelt sind. In diesem Jahr waren es die 1a, die 2b, die 3b und die 4a, die sich über die WM-Minipokale freuen durften. Und damit schlussendlich die Hochmooraner Mitkonkurrenten auf die zweiten Plätze verwiesen. Denn in allen Jahrgangsstufen gingen die Trophäen an Gescheraner Klassen.

Das hatte zwischen 8 und 12 Uhr zunächst ganz anders ausgesehen. Als ein Klassenverband gar mit 0:6 gegen die Hochmooraner unterging, konnte auch Schulleiterin Mechthild Nienhaus sich ein „Das ist bitter“, nicht verkneifen. Dass die Hochmooraner teilweise in ihren Heimmannschaften gemeinsam kicken, könne man merken, outete sich die Schulleiterin als Fußballexpertin. „Die Hochmooraner spielen zusammen, während unsere Blümchen pflücken gehen. Da ist Integrationsbedarf“, witzelte sie. Und doch kam es am Ende so anders.

Unter Leitung von Cheforganisatorin und Sportlehrerin Rita Greve-Woltering lief auf der ersten Gescher-Hochmoor gemeinsamen Mini-WM neuer Zeitrechnung alles wie am Schnürchen. Die Zeit- und Spielpläne wurden eingehalten: 15 Minuten dauerte jeweils eine Begegnung. Drei Schiedsrichter standen im Mini-WM-Treiben bereit; teilweise hatten sie für das Schulevent sogar frei genommen.

Auch die Fördervereine beider Schulen bewiesen, dass Kooperation problemlos geht. „Ein Anruf genügte, und heute Morgen standen hier acht Mütter aus beiden Schulen bereit, um die über hundert Kilo Obst fürs Früchte-Buffet zu schnibbeln“, sagte die zweite Vorsitzende, Regina Andexer, aus Gescher sichtlich stolz.

Zur selben Zeit machten sich die Kinder über das leckere Obstangebot her. „Wassermelonen sind der Renner“, beobachtete Andexer dabei. „Da könnten wir nochmal kiloweise nachfüllen.“ Am Rande des Geschehens zielten kleine Gegner der Vorrunde gemeinsam auf ein Tor, um sich für die nächste Begegnung fit zu machen. 1:4 hätten sie verloren, räumte ein Steppke der 2a ein. „Aber ihr habt oft gefoult“, rechtfertigte er sich an die Adresse der 2b.

Macht nix. „Richtig cool“ fand Noel, der Torwart der Verlierermannschaft die Mini-WM trotzdem. Und in Brasilien? Wer wird da am Ende siegen? „Deutschland“, ist Noel überzeugt. Hoffentlich ergeht es seinem Tipp da nicht wie zuvor seiner Mannschaft.

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