Sommerleseclub: 77 Kinder haben bestanden / Mehr Bücher als im Vorjahr / Autor Feldhaus liest
Pauline bricht eigenen Rekord

Gescher. Alles redet davon, dass Kinder heute keine Bücher mehr lesen würden. Der Sommerleseclub der Stadtbücherei St. Pankratius straft diese These gründlich ab. Am Samstagnachmittag wurde der erfolgreiche Abschluss der Ferienaktion in den Räumen der Bücherei mit Veranstaltern und Teilnehmern gefeiert.

Montag, 25.08.2014, 21:16 Uhr

98 Kinder der weiterführenden Schulen hatten sich für die Aktion eingetragen. 77 Teilnehmer haben das Ziel erreicht, drei und mehr Bücher zu lesen. Im letzten Jahr waren es noch 120 Jugendliche, von denen allerdings nur 73 Mädchen und Jungen das Ziel erreichten. Unverändert liegt der Schwerpunkt bei den 10- bis 12-jährigen, von denen zwei Drittel Mädchen sind. „Auch wenn die Teilnehmerzahl gesunken ist, wurden dafür mehr Bücher gelesen als im letzten Jahr. Es ging nicht darum, die meisten Bücher zu lesen. Es ging darum, überhaupt zu lesen“, freute sich Büchereileiter Rüdiger Lerche über den erneuten Erfolg der Aktion, die sich an die Schüler und Schülerinnen der weiterführenden Schulen richtet. Zusammen mit Pia Schlattmann vergab er die Zertifikate für die erfolgreiche Teilnahme an die Jugendlichen. Schlattmann repräsentierte die Sparkasse Westmünsterland, die den Sommerleseclub seit der Einführung vor sieben Jahren finanziell unterstützt.

Unter den Teilnehmern waren vier Vielleser, die 15 und mehr Bücher lasen, während der große Rest nicht mehr als acht Bücher verschlungen hat. Dennoch passte das Motto des diesjährigen Sommerleseclubs „Wir verschlingen Bücher“ gut dahin, denn zur Abschlussfeier konnten sie noch gesponserte Pizzen verschlingen; auch das gehört zum Ablauf der Abschlussaktion seit Jahren dazu.

Pascal Zoels (12) hat 17 Bücher gelesen, eines weniger als im letzten Jahr. Pascal nimmt seit vier Jahren teil. „Krimis lese ich am liebsten. Das ist spannend, wenn man selbst mitdenken kann“, so Pascal. Bücher aus der Reihe „Die drei ??? Kids“ waren für ihn der Renner. Hanna Böing (11) las bei ihrer ersten Teilnahme 2013 gerade mal sechs Bücher, in diesem Jahr waren es 21. „Mein Lieblingsbuch war ,Lilli, total verrückt‘. Dafür habe ich nur zwei Tage gebraucht. Das ist eine Freundschaftsgeschichte“, erläuterte Hanna ihr erhöhtes Lesetempo. Pauline Lütke Sunderhaus (11) brach im letzten Jahr bei ihrer ersten Teilnahme bereits den Leserekord mit 30 Büchern. In diesem Jahr waren es schon 45 gelesene Bücher. Ihre Lieblingsbücher waren aus der Reihe „Sunny Sisters“: „In dem Buch ,Jungsalarm’ aus dieser Reihe geht es um eine Tanz- und um eine Freundschaftsgeschichte.“ Kristin Kesselmann las immerhin 15 Bücher. Neue Leser fand die Bücherei mit diesen Viellesern nicht, denn sie leihen sich auch außerhalb der Aktion Bücher zum Lesen aus.

Nach dem Verzehr der Pizzen und vor der Ziehung der Gewinner der Tombola bereicherte Jugendbuchautor Hans-Jürgen Feldhaus aus Münster die Abschlussfeier. Er las aus seinem Bucht „Echt abgefahren“.

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