Regierungspräsident besucht Glockenstadt
Gescher kompakt geboten

Gescher (js). Gescher kompakt bekam Professor Dr. Reinhard Klenke am Mittwoch geboten. Münsters Regierungspräsident machte seinen offiziellen Antrittsbesuch bei der Stadt Gescher und erlebte dabei die „Schokoladenseiten“ wie das sanierte Schulzentrum oder die florierende Firma Huesker Synthetic. Aber auch Knackpunkte wie das Areal der ehemaligen Marienkirche oder die Gewerbegebietsanbindung an die B 525 wurden nicht ausgespart. „Ein solcher Besuch macht klüger als jedes Aktenstudium“, sagte Klenke im Beisein von Verwaltungsvorstand und Fraktionsvorsitzenden.

Mittwoch, 27.08.2014, 18:22 Uhr

Zu den schulpolitischen Entscheidungen der jüngeren Vergangenheit mit Gründung einer Gesamtschule beglückwünschte Klenke die Stadtspitze. Die Diskussion um die Zügigkeit sei „temporär“. Mit Blick auf das mögliche Losverfahren bei der Anmeldung im nächsten Jahr stellte Klenke klar, dass es keine gesetzliche Grundlage gebe, um auswärtige Kinder abzuweisen. Dass der Einzugsbereich einer Schule über das eigene Gemeindegebiet hinausgehe, sei grundsätzlich richtig. Im Blick habe die Bezirksregierung die Lehrerversorgung an den beiden auslaufenden Schulen.

Beim Thema Verkehr ging es um den Radwegebau. „Das Projekt Holtwicker Damm steht aktuell auf Platz fünf der Prioritätenliste“, sagte Klenke. Damit sei eine Realisierung im Jahr 2017 realistisch. Weniger gut sieht es mit neuen Radwegen Richtung Stadtlohn und Reken aus: Da werde sich in den nächsten zehn Jahren wohl nichts tun.

Als gelungenes Beispiel für eine gute Zusammenarbeit zwischen den Ebenen Stadt, Kreis und Bezirksregierung werteten alle Beteiligten die Entwicklungen auf Haus Hall mit der Ausweisung von Sonderwohnen an der Berkel – die ersten beiden Häuser sind schon im Bau. Hier zeigte sich Klenke sehr interessiert und plant einen Besuch der Stiftung. Weitere Stationen der gemeinsamen Rundfahrt waren Huesker, das Gewerbegebiet Süd, das Schulzentrum am Borkener Damm, die Museumsinsel und das Marienkirchen-Areal. Ob hier Städtebauförderungsmittel fließen können, sei zu prüfen. „Erst müssen wir das Konzept kennen“, stellte Klenke fest.

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