Bauausschuss sieht dringende Notwendigkeit für Sanierung / Fachliche Beratung soll eingeholt werden
Friedhofswege: Guter Rat ist gefragt

Gescher. Dass an den Friedhofswegen etwas getan werden muss, ist unstrittig. Auch während eines Ortstermins überzeugten sich die Mitglieder des Bauausschusses am Mittwochnachmittag von den „Baustellen“ vor Ort. Ob Haupt- oder vor allem Seitenwege: Sanierungen sind fällig. Die Frage allerdings lautet: Was soll wann und in welcher Reihenfolge getan werden?

Donnerstag, 28.08.2014, 17:46 Uhr

Darüber diskutierte der Ausschuss anschließend im Rathaus auf der Grundlage einer Verwaltungsvorlage. Die nennt das Aufbringen einer wassergebundenen Decke oder Pflastern sowie Aufnehmen und Neuverlegen der vorhandenen Betonplatten als Alternativen. Dringend rät die Verwaltung zur wassergebundenen Decke, die finanziell günstiger zu erstellen und zu pflegen sei.

Verteilen will die Verwaltung die Sanierungskosten auf vier Jahre. Bis 2018 sollen pro Jahr zu diesem Zweck 10 000 Euro in den Haushalt eingestellt werden. Dass die Maßnahme finanziell auf vier Jahre gestreckt wird, soll auch der Gebührengerechtigkeit dienen. Denn da die pro Jahr anfallenden Kosten auf diejenigen umgelegt werden, die in besagtem Jahr eine Grabstelle erwerben, würden die Belastungen für betroffene Bürger unverhältnismäßig hoch, wollte man die Gesamtmaßnahme über 40 000 Euro in einem einzigen Jahr „durchziehen“.

Bevor der Ausschuss endgültige Entscheidungen über Art und Vorgehen bei der Sanierung trifft, wünschte sich Günter Schültingkemper (CDU) zunächst eine fachliche Einschätzung der Lage. Fachbereichsleiter Dieter Mayrberger warnte davor, mit der Instandsetzung des von Ausschussmitgliedern ebenfalls monierten Hauptweges zu beginnen. Denn in dem Fall würden später die Gerätschaften zur Sanierung der Nebenwege über den soeben fertiggestellten Hauptweg rollen müssen.

Friedrich Leppkes (CDU) plädierte ebenfalls dafür, sich bezüglich des Hauptweges von Fachleuten beraten zu lassen, dann die Nebenwege anzugehen. Er sprach sich für weitere Prüfungen aus, bevor Entscheidungen fielen. Doch die 10 000 Euro für 2015 möge man bereits jetzt für die Haushaltsberatungen anmelden. Dazu rieten sowohl Bauausschussvorsitzender Christian Schlüter als auch Bürgermeister Effkemann dringend. Ansonsten habe man im kommenden Jahr null Handlungsspielraum für erste dringend erforderliche Sanierungsschritte. In diesem Sinne entschied der Bauausschuss schlussendlich: Die erste Teilsumme soll 2015 fließen, doch will man weitere fachliche Beratung.

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