Fachleute der Orgelbaufirma Stockmann leisten Feinstarbeit / 3176 Pfeifen stimmen
Kind seiner Zeit wird intoniert

Gescher. Georg Schröder besteigt die Leiter, klettert ins Schwellwerk, nimmt eine Orgelpfeife in die Hand: Weidenflöte 8 Fuß: Auch die will intoniert werden. Und sie ist nur eine von 3176 Orgelpfeifen, die der Intonateur der Orgelbaufirma Stockmann aus Werl derzeit stimmt. Für den Fachmann selbstverständlich: „Jede einzelne dieser Pfeifen will persönlich und privat behandelt werden. Jede einzelne nehmen wir zwischen drei bis fünf Mal in die Hand.“ So verwundert es nicht, dass „der letzte Schliff“ im Rahmen der Orgelrenovierung und -säuberung (wir berichteten) einen Großteil der Zeit in Anspruch nehmen wird: Weitere sieben Wochen werden Schröder und Orgelbauer Christian Koerdt in der Pankratius-Kirche jetzt die Königin der Instrumente stimmen. Und das heißt: Der Klang jeder dieser über dreitausend Pfeifen wird aufeinander- und auf den Kirchenraum abgestimmt. Und auch die Klangfarbe in jedem der 40 Register müsse aufeinander abgestimmt werden, damit man „gleiche Klangfarbe, Klangcharakter und Lautstärke“ erziele, erklärt der Intonateur. Feinst-arbeit an den Orgelpfeifen, die wenige Millimeter und bis zu 5,50 Meter lang sind, ist angesagt.

Montag, 01.09.2014, 09:36 Uhr

Drei neue Register würden ausgetauscht, das Pedalwerk werde angereichert und anschließend vielseitiger und kräftiger klingen, verspricht der Fachmann.

Die Orgel in St. Pankratius mit ihren vielen Zinkpfeifen nennt Schröder „ein Kind ihrer Zeit“. In den fünfziger Jahren habe man vielfach mit Zink gearbeitet, um Geld zu sparen. Dennoch sei die Orgel in ihrer Substanz gut. Mit „Liebe zum Detail, Ruhe und Übersicht in der Intonation werden wir einen tragenden Klang herausarbeiten.“

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