Haus Hall eröffnet neue Zweifachturnhalle / Auch für örtliche Vereine nutzbar / Breites Angebot
Sport ohne Grenzen

Gescher. Die Farbe scheint gerade erst getrocknet, der Boden soeben erst verlegt zu sein. Alles riecht noch frisch und neu. Da turnen bereits die ersten Sportbegeisterten auf den Matten. Mit der Eröffnung der neuen Zweifachsporthalle am Donnerstagabend auf Haus Hall, ist die Glockenstadt um eine weitere Turnhalle bereichert worden. Denn das Gebäude ist auch für die Sportvereine vor Ort nutzbar.

Samstag, 25.10.2014, 17:25 Uhr

„Ziel ist es, Begegnungsorte zu schaffen“, bringt es Dr. Thomas Bröcheler, Direktor der Bischöflichen Stiftung Haus Hall, auf den Punkt. Über Jahre hinweg habe es nur einen Gymnastikraum, aber eben keine Sporthalle gegeben. Ob Fußball, Badminton, Zumba oder Aerobic – gemeinsam mit den Gescheraner Sportvereinen wolle Haus Hall ein breites Sportangebot für Menschen mit und ohne Behinderung schaffen. Sport ohne Grenzen eben.

„Eine gemischte Gruppe zu haben, ist für uns schön und wichtig“, betont Peter Ostwald, Vorsitzender des Bewohnerbeirats, der alles tun wolle, damit viele an diesen Sportangeboten teilnehmen. Den Glückwunschen von Bürgermeister Hubert Effkemann zur Umsetzung der inklusiven Sportidee schließt sich auch Günter Garbrecht an. Für den Stiftungsratsvorsitzenden der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW ist es eine Premiere auf Haus Hall.

Gleichwohl habe die Wohlfahrtspflege in den vergangenen 30 Jahren bereits 20 Projekte mit einer Gesamtförderung von 5,9 Millionen Euro auf dem Haus Haller Gelände umgesetzt. Das Landtagsmitglied hebt dabei den Bau der neuen Sporthalle als „weiteren Baustein im Prozess der Inklusion“ hervor. Die Wohlfahrtspflege wird mit Geldern gespeist, die beim Glücksspiel verspielt werden. „Was des einen Freud, ist des anderen Leid“, sagt Garbrecht. So seien bereits über 700 Millionen Euro für insgesamt über 5000 Projekte zusammengekommen.

Bernhard Wies ist ebenfalls dankbar für die neue Halle. „Es ist toll, dass wir Sportarten im Programm haben, die gemeinsam ausgeführt und mit Leben gefüllt werden können“, hebt der Vorsitzende des Stadtsportverbandes und Mitglied des FC Fiat hervor. Bedingung für die gemeinsame Nutzung sei es gewesen, dass Haus Hall sich als Mitglied im Stadtsportverband wiederfindet. Noch vor der Grundsteinlegung sei der Kontakt zu den Sportvereinen aufgenommen worden, sagt Wies.

Koordiniert wird die Nutzung der Halle von Claudia Henselek-Wulf. Die Projektleiterin des Sporttreffs Grenzenlos ist für die Einweisung und Planung zuständig und die erste Ansprechpartnerin für die Gescheraner Vereine (Tel. 02542/703-4451).

Nach dem offiziellen Teil geht es für die Gäste direkt ans kalte Büfett. Die Breitensportler stört dies nicht. Für sie geht es direkt wieder auf die Matten.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2830514?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947616%2F
Nachrichten-Ticker