Für jede Menge Lokalkolorit sorgen die „Bullemänner“ / Neues Programm „Furztrocken“ präsentiert
„Gescher kann Lebenshilfe gebrauchen“

Gescher. Sie kommen immer wieder gerne nach Gescher. Heinz Weißenberg erinnerte sich immer noch an den ersten Auftritt in der Glockenstadt. Damals musste ein Wassereimer auf die Bühne gestellt werden, weil die Bühne einer Tropfsteinhöhle glich. Nun waren die „Bullemänner“ erneut in Gescher. „Furztrocken“ hieß das Programm, das sie im ausverkauften Theater- und Konzertsaal zum Besten gaben – aber so furztrocken war es nicht, wie die begeisterten Besucher feststellten. Die beiden Kabarettisten Heinz Weißenberg alias Heini Stertkötter und Augustin Upmann alias August Laukemper wussten „Lebenshilfe auf westfälisch“ zu geben.

Sonntag, 26.10.2014, 15:35 Uhr

Zum Aufwärmen trugen die beiden zunächst einmal ganz dick Lokalkolorit auf, denn „Gescher kann Lebenshilfe gebrauchen“. Dabei hatten die beiden Kabarettisten nicht nur die drohende Haushaltssicherung im Blick. „Gescher liegt am Tropf, die müssen sogar hier im Saal noch Werbung für‘s Sparen machen!“, hieß es mit einem Augenzwinkern zu den Vertretern der Sparkasse, die die Veranstaltung sponserte. Doch auch der Ortsteil Hochmoor bekam immer wieder „sein Fett weg“. „Hubsteiger werden da erfunden, wo man zu versinken droht“, wussten die beiden.

Spottobjekt war die Zeitschrift „LandLust“, die neue Deko-Bastelbibel der Landfrauen. Die „Bullemänner“ zerfledderten sie nach Herzenslust und klagten: „Da musse aufpassen, dasse nicht morgens mit Blaudruck auf de Pläte wach wirst.“ Das Gegenstück für Männer aber sei in Sicht: der „LandLümmel“. Das eingespielte Team aus Selm „das liegt zwischen Münster und Dortmund, so auf halber Strecke“ und die ukrainische „Tastenfachkraft“ Svetlana Svoroba verstand es, das Publikum in „ihre Lebenshilfe“ einzubeziehen. Natürlich fehlten die alten Bekannten aus früheren Programmen nicht, wie zum Beispiel Unterbrandmeister Heini Stertkötter oder Tausendsassa Panhas. Letzterer erklärte die Relativitätstheorie mit Hinweis auf die Zeitumstellung: „...die Tage sind gleich lang, aber nicht gleich breit.“ Um die Besucher trotz mehrfacher Zugaben aus dem Saal zu locken, ließen sich die Bullemänner etwas Besonderes einfallen: Sie verteilten am Ausgang Weingummi.

Martin Pollmann und Rainer Nienhaus vom SV Gescher 09, der die Kabarett-Veranstaltung organisiert hatte, warteten mit einem Schlag auf: Am 22. Mai wird Herbert Knebel zu Gast sein. Zudem gebe es Verhandlungen mit Jürgen von der Lippe.

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