Millionen-Investition auf der Kläranlage / Schlamm wird künftig verbrannt / Neue Gasturbine
Faulturm wird aufgehübscht

Gescher. Der Faulturm prägt das Bild der Kläranlage in Harwick. „Von hier hat man einen schönen Blick auf Gescher“, findet Abwassermeister Heinz Stockbrink. Zehn Jahre lang war der beschieferte Turm stillgelegt, enthielt aus Sicherheitsgründen nur Wasser. Das ändert sich jetzt: Drinnen und draußen ist der Turm eingerüstet, Arbeiter bringen den Beton auf Vordermann. Zwischen 80 000 und 90 000 Euro kostet diese Maßnahme, die in drei Wochen abgeschlossen sein wird. Die Betonsanierung ist der erste Schritt in einem Gesamtkonzept, das künftig die Verbrennung des Klärschlammes ermöglicht. Dafür investiert das Abwasserwerk zwischen 1,0 und 1,1 Millionen Euro. „Wir gehen davon aus, dass die Arbeiten im März 2015 abgeschlossen sind“, so Betriebsleiter Hindrik Stegemann.

Dienstag, 28.10.2014, 18:50 Uhr

Rund 20 Kubikmeter Klärschlamm fallen in Gescher täglich an. Weil die Verwertung in der Landwirtschaft immer schwieriger wird, soll der Schlamm künftig ausfaulen, um eine Mengenreduzierung zu erreichen, und dann in die Verbrennung gehen. Laut Vereinbarung wird der Kreis Borken die Entsorgung der Klärschlämme einschließlich Transport für Gescher und zehn weitere Kommunen übernehmen. Clou des Konzeptes: Durch die Klärgasverwertung lassen sich Strom und Abwärme für den Eigenbedarf produzieren, so dass sich mit den Einsparungen die Betriebs- und Finanzierungskosten für die neue Technik annähernd decken lassen.

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