Logo zeigt Stadtsilhouette / Werben um Stifter, Spender und Ehrenamtliche beginnt / Impulse aus Haltern
„Bürgerstiftung ist eine tolle Sache“

Gescher. „Glückwunsch. Eine Bürgerstiftung ist wirklich eine tolle Sache“, machte Beate Mertmann den Gescheranern Mut. Sie berichtete vor knapp 40 Zuhörern im Rathaus über die Bürgerstiftung Haltern und gab Tipps für die entscheidende Phase der Stiftungsgründung in Gescher. Die beginnt jetzt: „Wir brauchen Stifter, Spender und Ehrenamtliche, die sich engagieren“, lautete der Tenor im Initiativkreis, der in den nächsten Wochen kräftig die Werbetrommel rühren wird. Die Einzelansprache von Personen ist ebenso geplant wie ein Stand auf dem Weihnachtsmarkt. Mitte 2015, so die Zielsetzung, soll die „Bürgerstiftung in der Glockenstadt Gescher“ an den Start gehen und Gutes bewirken.

Sonntag, 02.11.2014, 11:41 Uhr

Um ihren Bekanntheitsgrad zu steigern, wird die künftige Stiftung mit einem einheitlichen Erscheinungsbild auftreten. Markus Lammerding und Carolin Frankowsky (ITM design) präsentierten dazu drei Logo-Vorschläge. Nach kurzer Diskussion entschied sich die Versammlung für die Stadtsilhouette in einem frischen Grün mit dem Namen der Bürgerstiftung als Untertitel. „Die Silhouette steht für Gescher und hat ihren Reiz“, meinte Bürgermeister Hubert Effkemann. Das Logo ist gestern leicht überarbeitet worden, um auch Hochmoor darzustellen, und wird künftig Briefbögen, Flyer und Plakate zieren. Wie das aussehen kann, zeigte das ITM-Team anhand von Mustern.

Ein Mindestkapital von 50 000 Euro ist Voraussetzung für die Stiftungsgründung. „Zehn Erststifter haben wir schon“, gab Arbeitskreis-Sprecher Thomas Rudde bekannt. Hier soll die Ansprache von Personen in den nächsten Wochen intensiviert werden. Wichtig sei es, möglichst viele Stifter und Spender zu gewinnen, um eine Verankerung in der Bevölkerung zu erreichen.

Dass es neben Geldgebern auch auf ehrenamtliche Mitstreiter ankommt, machte Rainer Nienhaus vom Arbeitskreis „Besetzung der Gremien“ deutlich: Viele Gescheraner – ein Querschnitt der Bevölkerung – sollen in Kürze persönlich auf eine Mitarbeit in den Gremien Vorstand oder Stiftungsrat angesprochen werden. „Beteiligen Sie sich, sonst kann das nicht laufen“, appellierte Nienhaus. Jeder könne mitarbeiten, ohne gleichzeitig Stifter oder Spender zu sein.

In Haltern habe die 2006 gegründete Bürgerstiftung schnell „Drive“ bekommen und sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt, berichtete Mertmann. Auslöser sei damals die Erkenntnis gewesen, dass es viel versteckte Armut in der Stadt gebe. Deshalb engagiere sich die Haltener Stiftung vorrangig im sozialen Bereich. „Kein Kind ohne Mahlzeit“ sei das erste Projekt gewesen, das bis heute laufe. Die Referentin nannte viele weitere Projekte, die die Stiftung in den letzten Jahren initiiert oder unterstützt habe. Ihr Tipp: „Vermitteln Sie nicht den Eindruck, dass es hier um eine Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln geht. Eine Bürgerstiftung muss ganz unabhängig sein.“

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