Auf 155 Kilogramm Kamelle dürfen sich Karnevalisten auf Geschers Umzug am kommenden Montag freuen
Prinz wirft alles in die Waagschale

Gescher. Er hat alles in die Waagschale geworfen: Die schwere Schützenkette aus Harwick ebenso wie den hochdekorierten Feuerwehrhelm – ein Geschenk der örtlichen Wehr – doch am Ende reicht es „nur“ zu 108 Kilogramm. „Die Pakete sind einfach zu schwer“, bedauerte der Stadtprinz und Briefträger. Sein Lebendgewicht betrage 96 Kilo bei 1,96 Meter Größe, verrät Uwe I. (Meyer) weiter.

Donnerstag, 29.01.2015, 19:56 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 29.01.2015, 17:16 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 29.01.2015, 19:56 Uhr

Dass es seinen Nachbarn im Kersenkamp nicht gelungen ist, ihre Tollität das Jahr über „ein bisschen anzufüttern“, bedauert Karnevalistenchef Günter Schlüter. Doch immerhin: Gemeinsam mit Kinderprinzessin Marieke Tubes bringt der Prinz 155 Kilo auf die große Waage im Getränkemarkt Robers bei Kolve an der Fabrikstraße. Und so werden sich die kleinen und großen Karnevalsfreunde am Montag über 155 Kilogramm Kamelle freuen können, die während des Karnevalsumzuges von den bunt geschmückten Wagen der Nachbarschaften und Cliquen auf die Zuschauer herabregnen.

Munter zu ging es am Mittwochabend im Getränkemarkt, als traditionsgemäß der noch amtierende Stadtprinz auf die Waage trat, um unter den Augen von Wiegemeister Werner Blesenkemper in Kamelle aufgewogen zu werden.

„Dat gibt nich viele Bömskes“, meinten einige Besucher ob der schlanken prinzlichen Gestalt. Auch wenn Prinz Uwe es nicht mit Ergebnissen aufnehmen konnte wie Martin Pollmann oder Manni Wies sie einst auf die Waage gebracht hatten, so zeigte man sich am Ende doch allseits zufrieden mit 155 Kilo Kamelle.

Mit Blumen hatte Günter Schlüter zuvor Gisela Kolve und mit dem Karnevalsorden Thomas Fangmann für ihre Gastfreundschaft „in den heiligen Hallen“ gedankt. Auch einer Abordnung von Haus Hall, die erstmals beim Prinzenaufwiegen dabei war, galt der besondere Gruß des Chefs der Stadtkarnevalisten.

Auf dem Büttabend sei Prinz Uwe, der gleichzeitig Schützenkönig von St. Ludgerus Harwick ist, gefragt worden, welche Ämter er noch übernehmen könne, plauderte Schlüter weiter – um augenzwinkernd festzustellen: „Vielleicht Bürgermeister? Die Feuerwehr will ja nicht...“

Etwas besonders Schönes habe die Nachbarschaft Berliner Tor mitgebracht: „Die Kinderprinzessin“, begrüßte Schlüter auch Marieke Tubes nachdrücklich.

Die wiederum hatte ihre ganze Fußballmannschaft zur Unterstützung dabei. Die jungen Kicker beobachteten den großen Augenblick mit Argusaugen, als Marieke auf die Waage stieg.

Dann war es geschafft, das Gewicht ermittelt. Günter Schlüter blieb es, allen für Montag eine Empfehlung mit auf den Weg zu geben: „Feiert ausgelassen, harmonisch und froh, so dass alle erkennen, wo das Herz vom Münsterland schlägt.“

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