Mehrheit im Hauptausschuss will sie aber nicht absagen
Die Kirmes bleibt ein Sorgenkind

Gescher (wr). Die Kirmes ist in Gescher ein Sorgenkind. Seit Jahren beobachtet die Verwaltung „einen deutlichen Besucherrückgang.“ Die Attraktivität sinke sowohl für Gäste als auch für die Schausteller. Folge: Vor allem größere Fahrgeschäfte wie Autoscooter bleiben weg. Das wiederum hat Auswirkungen auf das Gebührenaufkommen. Es sinkt, während für die Stadt der Aufwand der technischen Vorbereitungen nahezu gleich bleibt.

Donnerstag, 16.04.2015, 16:54 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 16.04.2015, 16:36 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 16.04.2015, 16:54 Uhr

Ein weiteres Problem: Seit Baubeginn der Bücherei an der Eschstraße müssen Begleitfahrzeuge und Wohnwagen der Schausteller auf dem Parkplatz an der Konrad-Andenauer-Straße (Friedhof) abgestellt werden. Das erfordert eine gesonderte Stromversorgung und damit Zusatzkosten.

Was tun? Die CDU positionierte sich in dieser Frage klar im Hauptausschuss am Mittwoch und forderte in einem Antrag: „Wenn sich abzeichnet, dass die Kosten nicht gedeckt werden können, wird die Kirmes abgesagt.“ Mit dieser Formulierung konnte sich Günter Schültingkemper bei den anderen Fraktionen aber nicht durchsetzen. Bei fünf Ja- und neun Nein-Stimmen wurde der Antrag abgeschmettert. Doch auch der Verwaltungsvorschlag fand keine Mehrheit im Ausschuss. In ihrem Beschlussvorschlag trat sie ein für eine Ermächtigung, die Kirmes abzusagen, „wenn sich drei Monate vor Kirmestermin eine deutliche Unterbelegung der zur Verfügung stehenden Flächen abzeichnet.“

Man möge „schauen, wie die Kirmes attraktiv gestaltet werden kann“, hatte zuvor Ansgar Heming (SPD) plädiert. Auch Werner Bönning (UWG) brach eine Lanze für die Kirmes und deren Bündelung, „zum Beispiel auf Rathausplatz plus K+K-Platz.“ Sie dürfe nicht „so auseinandergezogen werden“, mahnte Bönning. Auf dem Rathausplatz sei durchaus ein größeres Fahrgeschäft denkbar, aber „wir hatten schon Probleme die bisherigen Flächen zu füllen“, hatte Bürgermeister Effkemann argumentiert.

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