Defizit schrumpft um rund 60 000 Euro
Jahresabschluss 2014 besser als befürchtet

Gescher (js). Der Jahresabschluss 2014 fällt besser aus als erwartet. In der gemeinsamen Sitzung von Finanz- und Rechnungsprüfungsausschuss präsentierte die Verwaltung die vorläufigen Zahlen. Demnach hat die Stadt Gescher im Vorjahr ein Minus von 1,075 Millionen Euro eingefahren. Das ist im Vergleich zum Haushalt eine Verbesserung um rund 60 000 Euro – unter dem Strich „fast eine Punktlandung“, wie Ausschussvorsitzender Wolfgang Brüggestrath (Grüne) meinte.

Donnerstag, 11.06.2015, 18:10 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 11.06.2015, 17:05 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 11.06.2015, 18:10 Uhr

„Es ist also nicht so schlimm gekommen, wie wir es zwischenzeitlich befürchtet hatten“, erläuterte Verwaltungsmitarbeiter Thomas Grotke. Im August letzten Jahres hatte die Kämmerei noch ein Defizit von 2,1 Millionen Euro prognostiziert.

Ein Grund für die Verbesserung: Der Gewerbesteuereinbruch fiel am Ende weniger dramatisch aus als befürchtet. Dennoch flossen im letzten Jahr nur 8,31 Millionen Euro in die Stadtkasse und damit 740 000 Euro weniger als erwartet. Die ans Land zu zahlende Umlage sank im Gegenzug um 80 000 Euro.

Auf der Habenseite verbuchte die Stadt Gescher eine Nachzahlung für die Jahre 2012/2013 aus dem „Einheitslastenausgleichsgesetz“ von 361 000 Euro. Auch die zwei Haushaltssperren, die Kämmerin Sabine Kucharz im Vorjahr verhängt hatte, haben zu Minderausgaben von 400 000 Euro geführt. Auf der anderen Seite gab es im Bereich Personalkosten und Versorgungsaufwendungen saldierte Mehrkosten von rund 160 000 Euro.

In der Sitzung am Mittwoch erläuterte die Verwaltung weitere Details der vorläufigen Jahresrechnung und lieferte erste Analysen. Der Entwurf des Jahresabschlusses wird dem Rat in der Sitzung am 24. Juni zugeleitet.

Im laufenden Haushaltsjahr sind die ersten vier Monate ohne Ausreißer nach oben oder unten gelaufen. „Alles im grünen Bereich“, kommentierte Grotke den Controllingbericht für Januar bis April 2015. Auch bei den Gewerbesteuereinnahmen ist alles im Lot. Grotke: „Nach aktuellem Stand liegen wir sogar leicht im Plus.“

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