Gescher
Altenwohnheim unter neuem Dach

Gescher. Die Entscheidung im Kirchenvorstand von St. Pankratius und St. Marien war einstimmig. Das Altenwohnheim wird künftig unter dem Dach einer Betriebsträgergesellschaft geführt. Dieser Gesellschaft mit dem Namen „Verbund caritativer...

Dienstag, 13.05.2008, 16:55 Uhr

Gescher. Die Entscheidung im Kirchenvorstand von St. Pankratius und St. Marien war einstimmig. Das Altenwohnheim wird künftig unter dem Dach einer Betriebsträgergesellschaft geführt. Dieser Gesellschaft mit dem Namen „Verbund caritativer Seniorenhäuser im Dekanat Borken e.V.“ sollen neben dem Heim im Gescher zwei Häuser in Borken und eines in Raesfeld angehören. Damit bekommen die rund 130 Altenheim-Mitarbeiter in Gescher einen neuen Arbeitgeber, nämlich besagte Gesellschaft. „Ansonsten ändert sich nichts. Es gelten die gleichen Tarifverträge wie bisher“, erklärte Kirchenvorstandsmitglied Hans Beuker. Die Kirchengemeinde bleibe Eigentümerin des Altenwohnheimes.

Seit etwa zwei Jahren gebe es Überlegungen, das Altenwohnheim in eine rechtlich selbstständige Einrichtung umzuwandeln, so Beuker. Eine mögliche Form wäre die GmbH gewesen. Dann wurde bekannt, dass der Caritasverband zusammen mit dem Marienhospital Borken den Neubau eines Altenwohnheimes und die Gründung einer Betriebsträgergesellschaft plant. Erste Gespräche mit der Caritas folgten. Anfang 2008 signalisierte auch die Stiftung Haus Hall ihr Interesse, die Betriebsträgerschaft für das Altenwohnheim St. Pankratius zu übernehmen. „Letztlich haben wir uns jetzt für die Caritas entschieden“, so Beuker im Gespräch mit unserer Zeitung. Die stärkere Vernetzung mit den ambulanten Diensten der Caritas und den Krankenhäusern habe den Ausschlag gegeben.

In einer Personalversammlung sind die Mitarbeiter jetzt über die geplante Überführung des Altenwohnheimes in einen Verbund informiert werden. „Die vorherige Unruhe hat sich wieder gelegt“, so Heimleiter Norbert Arnzen. Er bezeichnete die Entscheidung des Kirchenvorstandes als „richtigen Schritt“. Von der neuen Struktur erwarten sich Heimleiter und Kirchenvorstand erhebliche Vorteile, von der gemeinsamen Interessenvertretung über die bessere Vernetzung stationärer Strukturen bis zur Personalentwicklung. Bei Belegungsschwankungen beispielsweise könne ein Verbund flexibler reagieren, was eine höhere Arbeitsplatzsicherheit schaffe.

Der Beirat des Altenwohnheimes St. Pankratius wird nun die weiteren Gespräche zur Übertragung der Betriebsführung mit dem Caritasverband führen. Ein entsprechender Vertrag soll in den nächsten Wochen ausgehandelt werden. Der rechtliche Übergang soll möglichst rückwirkend zu Anfang 2008 erfolgen.

„Die Einrichtung bleibt ,unser’ Altenheim“, versicherte Beuker. Alle vertraglichen Regelungen würden 1:1 übernommen. Die Mitarbeiter würden wie bisher weiterbeschäftigt. Weder am Namen noch an den Heimplatzkosten werde sich etwas ändern. Auch die Küche mache zunächst weiter wie bisher. Ob die Lieferungen außer Haus auf Dauer im bisherigen Umfang bleiben könnten, müsse die Zukunft zeigen, hieß es.

Bei wesentlichen Entscheidungen behält der Kirchenvorstand trotz Verbund-Lösung ein Mitspracherecht. Eine Erweiterung des mit 89 Plätzen ausgestatteten Altenwohnheimes in Gescher ist laut Beuker kein Thema.

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