Gescher
Brand bringt das Ende eines Radladers

-sk- Gescher. Zum zweiten Mal macht der Radlader der Firma Eing-Kunststoffverwertung Schlagzeilen. Doch dieses Mal ist es auch wohl das letzte Mal. Er brannte am Donnerstagabend vollständig aus. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr trafen sich am...

Freitag, 11.07.2008, 17:20 Uhr

-sk- Gescher. Zum zweiten Mal macht der Radlader der Firma Eing-Kunststoffverwertung Schlagzeilen. Doch dieses Mal ist es auch wohl das letzte Mal. Er brannte am Donnerstagabend vollständig aus. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr trafen sich am Donnerstagabend zu ihrer regelmäßigen Übung. Der Zug I wollte einen Brandeinsatz bei der Firma Huesker-Synthetik simulieren, der Zug II einen Rettungseinssatz beim Autohaus Bönning & Heisterkamp. Doch es sollte anders kommen:

Die Einsatzfahrzeuge hatten das Gerätehaus noch nicht ganz verlassen, als die Funkmeldeempfänger zu piepen begannen. „Was soll das denn? – Bei einer Übung gehen die Dinger doch sonst nie!“ Ungläubig stieren die Wehrmänner auf die Geräte. „Fahrzeugbrand – Firma Eing-Kunststoffverwertung, Stadtlohner-Straße“ ist da zu lesen. Per Funk setzen sich die Gruppenführer mit der Leitstelle in Borken in Verbindung. So schnell es ging wird umdisponiert.

Schon von weitem ist eine riesige, dunkle Rauchwolke auszumachen. Bei Eintreffen der Wehr brennt der Radlader in voller Ausdehnung. Glück hatte nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Wehr, dass das Fahrzeug vor und nicht in der mit Restkunststoffen gefüllten Halle in Brand geraten war.

Sofort wird ein umfassender Löschangriff eingeleitet. Das Löschwasser liefern zunächst das Tanklöschfahrzeug sowie die beiden Löschgruppenfahrzeuge. Zwischenzeitlich wird eine Löschwasserversorgung von einem Hydranten an der Liebigstraße her aufgebaut. Mit einem B- Rohr (400 Liter Wasser / min) und einem Schaumrohr wird das Feuer bekämpft. Tatkräftige Unterstützung bekommen die Wehrmänner durch Petrus. Er öffnet die Wolken schleusenartig, so dass dieser Einsatz auch für die eingesetzten Männer und Frauen kein Zuckerschlecken wird. Trotz der Einsatzkleidung sind sie bis auf die Haut durchnässt.

Ein Problem bildet die Entsorgung des kontaminierten Löschwassers. Trotz des betriebseigenen Klärwerkes droht aufgrund des heftigen Regens, mit Öl und schaummittel kontaminiertes Löschwasser in die Berkel zu gelangen. Um dieses zu verhindern, werden Ölsperren errichtet und schwimmfähiges Ölbindemittel aufgebracht.

Zur Erinnerung: Bereits im Januar 2004 machte der Radlader Schlagzeilen. Ein Besucher einer Disko verschaffte sich Zugang zum Betriebsgelände und versuchte mit dem Radlader den Heimweg anzutreten, wobei erhebliche Sachschäden entstanden. Schließlich konnte die Polizei den Rekener auf einem Hof in Tungerloh-Pröbsting stellen als er das Fahrzeug an einer Rampe festgefahren hatte.

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