Freiwillige Helfer machen bei Müllsammelaktion in Gescher und Hochmoor kaum fassbare Entdeckungen
Kaffeebecher achtlos weggeworfen

Gescher/ Hochmoor. „Einfach schon krass mit den vielen Flaschen und dem Glas“ – die Pfadfinder aus Gescher sind sich bei der Müllsammelaktion, die am vergangenen Samstag stattgefunden hat, einig, dass die vielen weggeworfenen Flaschen unter anderem im Stadtpark genauso ein „No go“ sind wie der restliche Müll auf Wegen, in Grünanlagen und Büschen. Besonders Scherben auf Spielplätzen oder der Skateranlage sind nicht nur den Pfadfindern dabei ein Dorn im Auge. Einmal im Jahr packen zahlreiche Helfer in Gescher und Hochmoor mit an, um den achtlos hinterlassenen Unrat zu entfernen. Schnell füllen sich dabei die Sammelbehältnisse wie Eimer und Müllsäcke.

Sonntag, 23.03.2014, 16:04 Uhr

Auch wenn zunächst der Eindruck entstand, dass mit der Umwelt mittlerweile besser umgegangen wird, trübten am Mittag die vollen Container an den Feuerwehrgerätehäusern den vormals positiven Eindruck.

„Sogar einen Leitpfosten im Gebüsch, eine riesengroße Kabeltrommel aus Holz und Paletten haben wir gefunden“, erzählt die achtjährige Helena Klein aus Gescher enttäuscht über die Umweltsünden, während sie mit ihrer Gruppe im Stadtpark für Sauberkeit sorgte.

Auch etliche andere Helfer berichteten von Müllkuriositäten und nur schwer Fassbarem. So lagen Hundekotbeutel scheinbar zwar im Trend, wurden aber nach Gebrauch nicht in den Müll, sondern „einfacher Weise“ in die Grünanlagen entsorgt.

Mancher Wochenblatt- und Prospekte-Verteiler „erleichterte“ sich die Arbeit und „lieferte“ lieber in die Natur statt in die Haushalte. „Das große Schild vom Baugebiet ‘Weißes Venn’ war schon gefährlich kaputt, brüchig und müsste eigentlich komplett entsorgt werden“, berichtete Reinhold Gertz in Hochmoor und befördert dabei eingesammelte Teile des Schildes vom genutzten Anhänger in den Container. Bis zum Samstagnachmittag fanden so wahre Müllberge ihren Weg der umweltgerechten Beseitigung.

Besonders Kaffeebecher verschiedenster „Coffee to go“-Sorten und die Überbleibsel von Besuchen in den umliegenden Fastfood-Restaurants waren neben dem „Standardmüll“ eines der größten Ärgernisse und sorgten bei den aktiven Unratsammlern für vermehrtes Kopfschütteln.

„Da sollte man drüber nachdenken. Trotz zahlreicher Mülleimer. Einfach nicht zu erklären“, suchten die ehrenamtlichen Müllentsorger ratlos nach Gründen für die „gedankenlose Verhaltenweise“, bevor es zum verdienten gemeinsamen Mittagessen ging.

Gezeigt hat die Aktion auch, dass die freiwilligen Entsorgungshelfer wohl leider auch im nächsten Jahr nicht „ehrenarbeitslos“ werden dürften.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2343018?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947616%2F2606740%2F2606760%2F
Nachrichten-Ticker