Familien mit unter Dreijährigen können aufatmen: Kitaplätze reichen in 2014
„Alle Kinder sind versorgt“

Gescher. Wieder einmal kann Norbert Wiemer vom Borkener Kreisjugendamt aufatmen. Wieder einmal ist es kreisweit und auch für Gescher gelungen, allen Kindern unter drei Jahren, die Anspruch auf einen Kitaplatz anmelden, diesen zu vermitteln.

Montag, 31.03.2014, 18:31 Uhr

Das erwies sich auch in diesem Jahr als nicht so einfach. Denn „wieder einmal lagen in Gescher mehr Anmeldungen vor als Plätze bereit standen“, sagt Wiemer auf Anfrage. In Abstimmung mit dem Landesjugendamt und der katholischen Kirchengemeinde als Träger des Pankratius-Kindergartens hat sich eine Lösung gefunden: „Diese Einrichtung wird zum Sommer auch zweijährige Kinder aufnehmen. Bisher war das dort nicht vorgesehen“, erklärt der stellvertretende Fachbereichsleiter des Familienbüros beim Kreis Borken.

Dass dies nur eine Übergangslösung für zwei Jahre sein kann, ist allen Verantwortlichen bewusst. Denn der Pankratius-Kindergarten schließt nach dieser Frist.

Auf der Suche nach Ersatzlösungen laufen die Gespräche und Drähte zwischen den Entscheidungsträgern heiß. „Wir gehen von einer zeitgerechten Anschlusslösung aus“, formuliert es Norbert Wiemer. Will heißen: Die im geplanten Baugebiet „Alte Feldmark“ vorgesehene Kindertagesstätte soll möglichst stehen, wenn der Kindergarten St. Pankratius 2016 ausläuft.

Wer die neue Kita bauen wird (die Stadt Gescher oder der neue Träger), und wer überhaupt Träger wird, ist bisher ungeklärt. „Es wird ein offenes Verfahren geben, in dem potenzielle Träger ihren Hut in den Ring werfen können“, erklärt Wiemer das weitere Vorgehen. Zunächst müsse die Bauleitplanung vorangetrieben werden. Aber von einem „Interessenbekundungsverfahren“ potenzieller Träger noch im Sommer geht Wiemer aus.

In diesem Jahr sei die Nachfrage an Kitaplätzen für Kinder unter drei Jahren wieder groß gewesen; größer als das Angebot. Letzteres gelte für die DRK-Kita „Kleine Welt“ sowie für die Kindergärten St. Marien und Hochmoor. Letztlich sei es aber gelungen, mehr U 3-Kinder aufzunehmen, indem in den genannten Einrichtungen Plätze bereit gestellt wurden, die sonst für über Dreijährige gedacht waren.

Hinsichtlich der Buchungszeit entschied sich die Mehrzahl (59 Prozent) der Gescheraner Eltern für die Buchung von 35 Wochenstunden für ihren Nachwuchs. 13 Prozent, so informiert Norbert Wiemer weiter, wählten eine 25-stündige Betreuung und 28 Prozent wünschen die 45-Stunden-Variante.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2362202?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947616%2F2606740%2F2606744%2F
Nachrichten-Ticker