Bewerbung als Region Berkel-Schlinge
Auch Gescher will an die „Leader“-Töpfe

Gescher (js). Auch Gescher will Teil einer „Leader“-Region werden und Fördertöpfe anzapfen. Gemeinsam mit Stadtlohn, Südlohn und Vreden wird sich Gescher für die Förderperiode 2014 bis 2020 als „Leader-Region Berkel-Schlinge“ bewerben. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss jetzt einstimmig beschlossen. „Das ist eine große Chance für uns“, meinte Bürgermeister Hubert Effkemann. Die Bewerbung gilt allerdings vorbehaltlich zur Verfügung stehender Haushaltsmittel.

Donnerstag, 03.04.2014, 16:21 Uhr

Bei „Leader“ handelt es sich um ein Förderprogramm der Europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raumes. Nach Darstellung der Verwaltung arbeiten die genannten vier Kommunen bereits seit Jahren über ein Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (ILEK) zusammen. Dieser Prozess soll nun als Leader-Region weitergeführt werden. Im Münsterland gebe es in der laufenden Förderperiode fünf Leader-Regionen, die für die Jahre 2008 bis 2015 Fördermittel in Höhe von 7,8 Millionen Euro zur Verfügung hätten. Viele lokal und regional bedeutsame Projekte seien damit umgesetzt worden. Derzeit werde das Landesprogramm für die Förderperiode 2014 bis 2020 aufgestellt. „Leader ist ein ausgezeichnetes Förderinstrument für Regionen im ländlichen Raum“, urteilt die Verwaltung. Effkemann verwies darauf, dass Förderquoten von 60 bis 65 Prozent möglich seien und gleichzeitig noch Dritte wie Sponsoren oder Stiftungen ins Boot geholt werden könnten. Den Kostenanteil für die Stadt Gescher bei einer gemeinsamen Bewerbung bezifferte Effkemann mit rund 5000 Euro. Thematisch könne es bei Leader-Projekten beispielsweise um Tourismus, Mobilität, Naturschutz, Armutsbekämpfung, ärztliche Versorgung oder auch Ehrenamtsförderung gehen.

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