Bundesligaprofi zum Pizzaessen in Gescher / Im schwarzen BMW am Ciao Ciao vorgefahren
Gladbach-Hymne für Granit Xhaka

Gescher. Als der schwarze BMW mit MG-Kennzeichen vorgefahren kommt, dreht ein Gescheraner den CD-Player in seinem Auto vor der Pizzeria Ciao Ciao auf: Die Gladbach-Hymne „Elf vom Niederrhein“ schallt durch die Hauptstraße. Das Interesse gilt einem von fünf sportlich gekleideten Männern, die aus der Limousine steigen: Granit Xhaka, Kicker bei Borussia Mönchengladbach und Schweizer Nationalspieler, macht eine Stippvisite in Gescher. Zusammen mit seinem Vater und Manager und drei Freunden, darunter ein ehemaliger albanischer Nationalspieler, will er im Ciao Ciao Pizza essen. Warum? „Wir haben gemeinsame Bekannte“, sagt Pizzeria-Inhaber Skender Hadraj. Er hat seine Wurzeln im Kosovo – ebenso wie Xhaka, dessen Eltern aus Pristina stammen.

Donnerstag, 01.05.2014, 10:48 Uhr

Skender ist vor über 30 Jahren nach Deutschland gekommen und hat damit die glorreichen Zeiten der „Fohlenelf“ mit fünf Meisteschaften erlebt. „Damals war Gladbach super, seitdem bin ich Fan“, erzählt der Inhaber von Ciao Ciao und Gallo. So manches Spiel am Bökelberg habe er gesehen, heute schaffe er es drei- bis viermal pro Saison ins neue Stadion Borussia Park. Über gemeinsame Bekannte sei es gelungen, Xhaka für einen Ausflug ins Münsterland zu gewinnen. Eigentlich sollte der Besuch schon letzte Woche stattfinden. Daraus wurde aber nichts, weil Trainier Lucien Favre kurzfristig ein Sondertraining ansetzte.

Dienstag klappte es dann. Etliche Fans im Gladbach-Trikot, die von Skender einen Tipp bekommen hatten, saßen ab 18 Uhr vor dem Ciao Ciao und hofften auf Promi-Besuch. Knapp eine Stunde mussten sie sich gedulden, dann rollte der BMW vor. Fünf Männer stiegen aus, einer davon war Xhaka. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Hadraj nahm die Männerunde draußen Platz – und sah sich gleich Foto- und Autogrammwünschen ausgesetzt. Zu den Glücklichen, die einen Schnappschuss mit dem 21-jährigen Mittelfeldspieler machen durften, zählte Henry Terwey: Der 10-Jährige fand es „super“, einen bekannten Spieler wie Xhaka in Gescher treffen zu können. Xhaka selbst hatte mit dem Fan-Andrang nicht gerechnet: Nach 20 Minuten verabschiedete sich die Gruppe ins Gallo, um dort in Ruhe zu essen. Später ließen sich die Fußballer in der „Kanne“ blicken und mussten mit ansehen, wie die Bayern gegen Madrid in der Champions League sang- und klanglos untergingen.

Dass Xhaka und Co. der Abstecher nach Gescher gefallen hat, versicherte Skender Hadraj gestern: „Die wollen irgendwann wiederkommen.“ Dann zu einer offiziellen Autogrammstunde, und vielleicht sogar mit mehreren Gladbach-Spielern.

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