Europa- und Kommunalwahlen am 25. Mai / Benachrichtigungen verschickt / Abends Wahlstudio
„Briefwahlgeschäft geht los“

Gescher. Grau, rosa, blau und grün – mit diesen Farben bekommen es die Bürger am 25. Mai zu tun. Dann entscheiden sie mit ihren Kreuzchen darüber, wer in Europa, Kreis und Stadt in den nächsten Jahren Politik macht. Bei den Kommunalwahlen sind nach aktuellem Stand 13 748 Gescheraner ab 16 Jahren wahlberechtigt – sie wählen den Landrat, den Kreistag und den Rat der Glockenstadt. Bei der Europawahl gilt ein Mindestalter von 18 Jahren, so dass hier nur 13 099 Bürger in Gescher abstimmen dürfen. Die 16 Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Dienstag, 06.05.2014, 18:54 Uhr

Gestern müssten die Wahlbenachrichtigungen in den Haushalten angekommen sein. „Damit geht das Briefwahlgeschäft jetzt richtig los“, weiß Fachbereichsleiter Christian Prost. In den letzten Jahren haben immer mehr Bürger von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, ihre Stimme(n) schon vorab abzugeben. Wer will, kann die Briefwahlunterlagen per Post, im Internet oder – für Smartphone-Nutzer – auch per QR-Code beantragen, der auf den Benachrichtigungen aufgedruckt ist. Natürlich können Bürger sich den Wahlschein auch persönlich im Rathaus aushändigen lassen und hier direkt ihre Kreuzchen machen. Die ersten Stimmzetteln sind bereits in der Urne. Bis Freitag (23. 5.) um 12.30 Uhr besteht die Möglichkeit, Briefwahlunterlagen zu beantragen.

Seit Januar, schätzt Prost, laufen im Rathaus die Vorbereitungen für die Wahlen am 25. Mai. Der Aufwand hinter den Kulissen sei enorm. „Wir arbeiten nach einem Fristenheft“, erläutert Karl-Heinz Saalmann. Zu seinen Aufgaben zählt auch die Verpflichtung von Wahlhelfern: 140 Personen werden benötigt, damit am Wahlsonntag alles reibungslos über die Bühne geht. Für ihren Ganztageseinsatz erhalten die Helfer ein „Erfrischungsgeld“ von 25 Euro.

Am längsten ist der Stimmzettel für die Europawahl: 24 Parteien buhlen um die Gunst der Wähler. Überschaubarer ist das Angebot bei der Landratswahl mit den drei Kandidaten Dr. Kai Zwicker (CDU), Gerhard Ludwig (SPD) und Gertrud Welper (Grüne). Bei der Kreistagswahl sind es bis zu zehn Parteien, bei der Ratswahl fünf. Pro Zettel ist genau ein Kreuz zu machen.

Nach Schließung der Wahllokale sind alle Bürger ins Rathaus eingeladen. Hier gibt es ab 18 Uhr im Wahlstudio – neben Häppchen und Getränken – alle lokalen Ergebnisse, präsentiert per Beamer und in Papierform. Allerdings werden erst die Europawahl, dann die Landrats- und Kreistagswahl und zum Schluss die Ratswahl ausgezählt. „Das kann dauern“, weiß Prost. Er vermutet, dass das Ergebnis der Ratswahl frühestens gegen 21 Uhr vorliegen wird. Der neue Rat amtiert bis 2020.

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