Landrat Dr. Zwicker übergab Rotem Kreuz neuen Rettungstransportwagen für Rettungswache Gescher
„Jetzt sind wir noch besser hörbar“

Gescher. Eine mehr als 80-jährige Tradition findet in Gescher ihre Fortsetzung: Landrat Dr. Kai Zwicker übergab am Freitag dem Roten Kreuz im Kreis Borken einen neuen Rettungstransportwagen (RTW) für die Rettungswache in Gescher.

Montag, 12.05.2014, 07:04 Uhr

Das Rettungswesen sei auch in Gescher von jeher beim Roten Kreuz gut aufgehoben, schreibt das DRK in einer Mitteilung: Dem Ortsverein gehören mehr als 2300 Mitglieder an. Bereits 1933 fuhr ein DRK-Krankentransportwagen zu Notfällen in der Berkelstadt. Damals war der Wagen nachts bei den Fahrern zu Hause stationiert, wie das Rote Kreuz in seinem Pressedienst zurückblickt.

Ab 1971 wurden die Angestellten zu zweit an verschiedenen Standorten in Gescher positioniert, ab 1983 an der (heutigen) Rettungswache am Venneweg. Dort hat auch die Freiwillige Feuerwehr ihren Standort.

Landrat Dr. Zwicker hob am Freitag die Arbeit der Gescheraner Retter hervor: „Sie fahren viele Einsätze. Das ist stets eine große Belastung.“ Deshalb sei eine „vernünftige Ausstattung“ umso wichtiger. Der Kreis investierte 126 000 Euro in das neue Fahrzeug, dessen Aufbau vom alten stammte, aber von Grund auf renoviert wurde. Eine komplette Neuanschaffung hätte 170 000 Euro gekostet. Abzüglich neuer medizinischer Geräte sparte der Kreis als Träger des Rettungwesens dennoch 19 000 Euro.

Der alte Wagen war in den vergangenen knapp sechs Jahren 240 000 Kilometer gefahren worden. Der neue, ein Sechs-Zylinder mit 195 PS, ist auf 135 km/h gedrosselt, „hat aber einen richtig guten Anzug“, schwärmte Wachleiter Theo Heisterkamp: „Mit Pressluft- und elektronischem Horn sind wir noch besser hörbar.“

Der Vorsitzende des Rotkreuz-Präsidiums, Aloys Eiting, dankte den haupt- und ehrenamtlichen Rettungskräften für ihre „hohe Einsatzbereitschaft: Da muss auch immer die Familie mitmachen.“ Das verlange „Hochachtung und Respekt“.

In der Rettungswache in Gescher arbeiten neun hauptamtliche Rotkreuz-Mitarbeiter als Rettungsassistenten, die 8,25 Planstellen besetzen. Hinzu kommen acht Ehrenamtliche, die rund 2700 Stunden jährlich Dienst leisten.

Im Jahr 2013 sind laut DRK insgesamt 1624 Einsätze gefahren worden. Sie teilen sich wie folgt auf: Krankentransporte: 291 Einsätze; Rettungsdiensteinsätze: 1333 Einsätze, davon 517 mit Notarzt. Die Rettungswache versorgt hauptsächlich die Einwohner Geschers und Hochmoors sowie die Bürger in Velen.

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